Nach BeschwerdenAusweichbuchten sollen Radfahrern an Baustelle auf Rodenkirchener Brücke helfen

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Mit einer Tunnel-Lösung für den Rad- und Fußverkehr auf der Nordseite der Rodenkirchener Brücke samt acht Ausweichenbuchten hat die Autobahn GmbH für Entlastung gesorgt.

Mit einer Tunnel-Lösung für den Rad- und Fußverkehr auf der Nordseite der Rodenkirchener Brücke samt acht Ausweichenbuchten hat die Autobahn GmbH für Entlastung gesorgt.

Es ist immer noch eng an der Baustelle auf der Rodenkirchener Brücke. Doch es wurden acht Ausweich-Buchten eingeführt, um Kollisionen zu umgehen.

Die Rodenkirchener Brücke ist für den Fahrradverkehr wieder eine zufriedenstellende Möglichkeit zur Rhein-Überquerung, seit Verbesserungen im Baustellen-Engpass umgesetzt worden sind.

Auf der mehrere Hundert Meter langen Baustelle, wo Gerüste zwecks Sanierung des Brücken-Korrosionsschutzes aufgebaut sind, gibt es zwar nach wie vor wenig Platz, den sich Radler und Fußgänger im Begegnungsverkehr teilen müssen. Die enge Durchfahrt ist aber inzwischen mit acht Ausweich-Buchten ausgestattet.

Streit nach Einrichtung der Baustelle auf Rodenkirchener Brücke

Das schafft genügend Möglichkeiten für Radelnde und Fußgänger, ohne Streit und Verhakelung aneinander vorbeizukommen. Statt Beschimpfungen ist im Tunnel unter der Baustellen-Einhausung jetzt oft „Bitte“ und „danke“ zu hören, statt grimmiger Mienen setzen Menschen bei der Brückenüberquerung zuweilen ein Lächeln auf.

Um die nachteiligen Folgen der Baustelleneinrichtung hatte es Ende vergangen Jahres viel Streit gegeben. Nach zahlreichen Beschwerden über unerfreuliche Vorfälle im Begegnungsverkehr unter den Baugerüsten hatte die Stadt gehandelt. Die über eine Rampe zugängliche Radwegverbindung auf der Nordseite der Brücke wurde in beiden Fahrtrichtungen gesperrt.

Baustelle auf Rodenkirchener Brücke: Rad- und Fußverkehr voneinander getrennt

Das bedeutete erhebliche Nachteile und Umwege für Pendler und Freizeitradler. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub und der Kölner Radbürgermeister Reinhold Goss zeigten sich empört – zumal die Erneuerung des Korrosionsschutzes an der Autobahnbrücke noch lange dauern soll.

Der Protest zeigte Erfolg. Die Autobahn GmbH ließ Platten einbauen, die das Gerüst für die notwendigen Arbeiten an den Brücken-Seilzügen und den schmalen Tunnel für Rad- und Fußverkehr voneinander trennen. Sie schuf im Baustellenbereich zudem Platz für acht Ausweichmöglichkeiten und ließ den Tunnel-Radweg beleuchten.

„Durch diese Lösung haben wir einen sehr guten Kompromiss gefunden“, sagt Tanja Lübbersmann von der Niederlassung Rheinland der Autobahn GmbH. Vom Kölner Fahrradbürgermeister habe es ein positives Feedback gegeben.

Beschwerden gebe es natürlich trotzdem – etwa darüber, dass keine Bauarbeiten zu erkennen seien. Tatsächlich sei insbesondere das Aufbringen des Korrosionsschutzes witterungsabhängig. Die Autobahn GmbH bitte weiterhin um Verständnis und bedanke sich für die Geduld und das soziale Verhalten rund um den Geh- und Radweg.

Die Arbeiten auf der sogenannten Achse A werden Lübbersmann zufolge bis voraussichtlich Herbst dieses Jahres abgeschlossen sein. Nach Abschluss der Restarbeiten ist die Tunnellösung dabei nicht mehr nötig, der Geh- und Radweg kann wieder vollumfänglich genutzt werden. Die Korrosionsschutzarbeiten werden anschließend auf die Achse B zur Brückenmitte hin verlagert. Hier werde aber lediglich mit einer Beeinflussung des Pkw- und Lkw-Verkehrs durch eine Verschwenkung der Fahrspuren gerechnet.

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