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Bürgerverein PorzGroßspende ermöglicht Ferienfreizeit der OT Ohmstraße

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Ohne Spenden können manche Projekte nicht stattfinden: Das wissen Anita Mirche (v.l.),  Ulrich Pasdika und Melina.

Ohne Spenden können manche Projekte nicht stattfinden: Das wissen Anita Mirche (v.l.), Ulrich Pasdika und Melina.

Viele Projekte, die der Bürgerverein Porz  unterstützt, sind nur möglich, weil es großzügige Spender gibt. Wie die Firma GenRe, die eine inklusive Stadterkundung in Koblenz förderte.

Wer auf die Internetseite des Bürgervereins Porz-Mitte geht, sieht am unteren Bildrand eine Grafik. Ein Balken schnellt von links nach rechts und stoppt irgendwann. In roter Farbe wird  das derzeitige Spendenaufkommen angezeigt, die der Bürgerverein seit seiner Gründung im Jahr 2012 „an Land gezogen“ hat. Die angezeigte Summe kann sich wahrlich sehen lassen: 630.855 Euro sind über die Jahre zusammengekommen. Das Geld kommt Projekten von Schulen, Kinder- und Jugendzentren zugute. „Unser Motto lautet ,Kids brauchen Hilfe – Kids erhalten Hilfe‘“, sagt Anita Mirche, Vorsitzende des Fördervereins. Eine Hilfe, die auch dringend nötig ist, denn ohne die Finanzspritzen, die der Bürgerverein vermittelt, sind verschiedene Projekte gar nicht durchführbar.

Inklusive Ferienfreizeit der OT Ohmstraße in  Koblenz ermöglicht Gemeinschaftsgefühl

Wie die Ferienfreizeit der Offenen Tür (OT) Ohmstraße zum Beispiel. Die ging dieses Jahr nach Koblenz. Mit dabei waren Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung. Eine davon ist Melina. Sie ist 19 Jahre alt und besucht seit knapp zehn Jahren die Einrichtung an der Ohmstraße. Sie berichtet begeistert von der Ferienfreizeit, von Grillabenden, Ausflügen, dem Drei-Länder-Eck und einfach von einer tollen Zeit, die sie zusammen mit den anderen bei der „Stadterkundung Koblenz“ hatte.

Ulrich Pasdika hört aufmerksam zu. Er ist Vorstandsmitglied des Rückversicherungsunternehmens GenRe. Mit 2200 Euro haben sie die Fahrt nach Koblenz unterstützt. Wie wichtig solche Finanzspritzen sind, betont Bianca Rilinger, Leiterin der OT. Denn gerade Fahrten mit jungen Menschen, die eine Behinderung haben, haben einen anderen Kostenrahmen. Unterkünfte müssen barrierefrei sein, der Betreuungsschlüssel und vieles mehr. „Das kann dann schon ins Geld gehen“, sagt Rilinger. Dazu kommen die fehlenden finanziellen Ressourcen der Familien.

Teilhabe wird in der OT Ohmstraße gelebt

Doch gerade Teilhabe ist für Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung besonders wichtig. Auch wenn Inklusion oft in aller Munde sei, sehe die Realität doch ein wenig anders aus, sagt Anita Mirche. Die OT Ohmstraße sei da eine der wenigen Ausnahmen, bei denen junge Menschen mit Behinderungen, das sein können, was sie sind: einfach junge Menschen, die Bedürfnisse und Wünsche haben.

Vonseiten der Politik gebe es immer wieder den Spruch zu hören, dass Kinder unsere Zukunft seien, sagt Mirche. „Und weil sie es wirklich sind, setzen wir vom Bürgerverein alles daran, Projekte zu ermöglichen.“ Und das heißt dann wie so oft „kötten“ gehen. Denn Einrichtungen wie die OT Ohmstraße müssen sich von Jahr zu Jahr um Projektmittel bemühen. Oft gebe es dabei allerdings nur eine Anschubfinanzierung. „Dass Projekte dauerhaft gefördert werden, ist oft nicht der Fall“, sagt Mirche. Und das, obwohl sie gut laufen, von Kindern und Jugendlichen angenommen werden und Erfolge erzielen.

Deswegen freue sich der Vorstand des Bürgervereins, dass es immer wieder Spender gibt, die Einrichtungen und Projekte immer wieder unterstützen. So hat GenRe auch 5500 Euro für das Projekt „Bunt und Gesund“ locker gemacht. Hier lernen die Kinder und Jugendlichen das Thema Gesundheitsförderung auf praktische Weise kennen, indem sie beispielsweise auch gemeinsam kochen.