Für den Neubau am Ort des früheren Porzer Sonnenhauses wartet die GAG auf eine Förderzusage der Stadt – Baubeginn voraussichtlich im Oktober.
Förderzusage ausstehendEhemaliges Sonnenhaus in Porz – Trümmer sollen bald dem Neubau weichen

Auf den Abbruchtrümmern des ehemaligen Sonnenhauses wächst seit Ende April das Unkraut.
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Ende April ist das Sonnenhaus, eines der wenigen erhaltenen Jugendstilgebäude in Porz-Mitte, abgebrochen worden. Vorausgegangen war eine lange Debatte zwischen der GAG Immobilien AG als Käuferin des Objekts und der Stadt Köln. Die Stadt hatte das Wohn- und Geschäftshaus an der Mühlenstraße Ecke Hauptstraße zwar schon vor Jahrzehnten unter Denkmalschutz gestellt, jedoch bis zum Verkauf an die GAG wenig zum Erhalt beigetragen. Der Verfall des Eckhauses setzte sich nach dem Verkauf fort.
Die GAG hatte zunächst eine Restaurierung beabsichtigt, nachdem die Kosten allein für einen Erhalt der Jugendstil-Fassade aber ins Uferlose gestiegen waren, davon abgesehen und einen Neubau beantragt. Nach langwierigen Auseinandersetzungen nahm die Denkmalschutzbehörde das Gebäude aus der Denkmalliste und ermöglichte so die Niederlegung.
Bauschutt und Wildwuchs statt Neubau
Porzer Bürger und besonders Anwohner, die den langen und traurigen Prozess um den Verfall und schließlich Abbruch des Sonnenhauses verfolgt haben, monierten jetzt, dass seit einem Vierteljahr auf dem Eckgrundstück keine weiteren Aktivitäten zu beobachten seien. Der Bauschutt vom Abbruch liegt noch auf dem mit Bauzäunen umsperrten Gelände. Auf den Trümmern sind Pionierpflanzen wie Melde oder Nachtschatten schon in beachtliche Höhen gewachsen.
Der Sorge, das Ärgernis um das Sonnenhaus und einen möglichen Neubau könne sich noch sehr lange hinziehen, ist die GAG jetzt entgegengetreten. Auf Anfrage dieser Zeitung teilte Pressesprecher Jörg Fleischer mit, die Arbeiten am geplanten Neubau würden voraussichtlich im Oktober beginnen. Ursächlich für die derzeitige Ruhe auf der Baustelle sei indirekt die noch ausstehende Förderzusage vom Amt für Wohnungswesen. Ohne Förderzusage dürfe die GAG zwar vorbereitende Arbeiten wie den Abbruch des bestehenden Gebäudes durchführen, nicht aber mit dem eigentlichen Bau beginnen.
Dass der Bauschutt derzeit noch auf dem Grundstück liegt, hat Fleischer zufolge schon mit den Vorbereitungen für den Neubau zu tun. Mit dem Material sei der Keller verfüllt worden, um so einen tragfähigen Untergrund für die Fahrzeuge zur Baustelleneinrichtung zu schaffen. Mit dem Aushub der Baugrube sollen dann der Keller und der noch vorhandene Bauschutt verschwinden, teilt die GAG mit. Anstelle des Sonnenhauses solle auf dem Gelände ein Neubau entstehen, dessen Optik sich an das ehemalige Gebäude anlehnt. Vorgesehen sind im Neubau drei öffentlich geförderte Wohnungen und eine kleine Gewerbeeinheit. Die Fertigstellung sei für die zweite Jahreshälfte 2028 geplant.
