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Karneval in PorzNeues Dreigestirn auf dem Räuberfest vorgestellt

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Holger Harms (l.), Präsident des Festausschusses Porzer Karneval (FAS) überreicht dem designierten Porzer Dreigestirn um Jörg Weingärtner, Jacqueline Jacobs-Bäuml und Stefan Lohe (v.l.) die Verträge.

Holger Harms (l.), Präsident des Festausschusses Porzer Karneval (FAS) überreicht dem designierten Porzer Dreigestirn um Jörg Weingärtner, Jacqueline Jacobs-Bäuml und Stefan Lohe (v.l.) die Verträge.

Die Urbacher Räuber feiern 2027 ihr 30-jähriges Bestehen und werden das Porzer Dreigestirn stellen. Auf das kommt eine große Ausnahme zu.

Jörg Weingärtner wird demnächst eine Eins hinter seinem Vornamen stehen haben. Nämlich dann, wenn er in der kommenden Session als Prinz Jörg I. durch die Porzer Säle ziehen wird. Da werde er diverse Terminprobleme bekommen, witzelte Holger Harms. Der Präsident des Festausschusses Porzer Karneval (FAS) spielte auf dem Räuberfest am Mühlenweg darauf an, dass Weingärtner jüngst auch zum Senatspräsidenten der Urbacher Räuber gewählt worden ist.

Die feiern im kommenden Jahr ihr 30-jähriges Bestehen und stellen erneut das Porzer Dreigestirn. Das wird eine sehr kurze Session erleben. Deswegen wird es bereits im November dieses Jahres statt Anfang Januar 2027 proklamiert. „Das ist eine ganz, ganz große Ausnahme“, betonte Harms.

Auf die Frage, was seine Motivation sei, als Prinz im Porzer Fasteleer unterwegs zu sein, sagte Weingärtner: „Ich bin in Porz groß geworden und von klein auf mit dem Porzer Karneval verbunden.“ Seine Eltern gehörten vor knapp 30 Jahren zu den Gründungsmitgliedern der Urbacher Räuber. Und als Karnevalsjeck habe man schon den Traum, einmal Prinz zu sein.

Bauer Stefan rückt von der zweiten in die erste Reihe

Allerdings hätte er nicht gedacht, „dass sich der für mich erfüllen wird“. Schließlich gebe es im FAS so viele Mitgliedsgesellschaften, „wenn die sich alle abwechseln, hätte man eh erst alle 30 Jahre die Möglichkeit“. Umso schöner sei es gewesen, als er vom jetzt ehemaligen Präsidenten Thomas Diekmann eine Nachricht bekam. Auf die Frage, ob jemand Interesse habe, im Porzer Dreigestirn zu sein, habe Weingärtner ohne groß drüber nachzudenken gesagt: „Ja, ich!“ Auf die Nachfrage, in welcher Rolle er sich sehe, habe er überlegen müssen, sagte Weingärtner. Jungfrau wäre nicht schlecht gewesen, doch da heißt es in dem Zusammenhang immer: das Schönste, was Porz zu bieten hat. „Da bin ich knapp raus“, sagte Weingärtner auf dem Räuberfest augenzwinkernd. Als Bauer werde eine gewisse Statur verlangt, „da bin ich als schmaler Hering raus“, scherzte Weingärtner weiter. „So ist es Prinz geworden.“

In der Rolle des Bauern wird Stefan Lohe schlüpfen. Der ehemalige Literat des FAS verfügt über jahrelange Erfahrung. Vier Mal stand er bereits als Adjutant in der zweiten Reihe des Trifoliums. Nun wird er als Bauer Stefan in der ersten Reihe stehen. Neben ihm wird Jacqueline Jacobs-Bäuml als Jungfrau stehen. An ihrem 33. Geburtstag bekam sie nicht nur Blumen und eine Benjamin-Blümchen-Torte überreicht, sondern auch den Dreigestirns-Vertrag, den das designierte Trifolium auf der Bühne des Räuberfestes unterschrieb.

OB Burmester wird zum Ehrenmitglied ernannt und direkt „verdonnert“

Jacqueline Jacobs-Bäuml hat bei den Urbacher Räubern getanzt. „Ich liebe es, Menschen Sachen näher zu bringen, die mir selbst am Herzen liegen.“ In dem Fall der Porzer Karneval. Das sei passend zum Motto der kommenden Session, sagte FAS-Präsident Harms. Das lautet: „Met Hätz un Siel es et drin, och för Andere do ze sin!“ Die Urbacher Räuber seien ein Beispiel dafür, dass man mit Herz und Seele und viel Engagement auch für andere da sein kann, sagte Harms. Er verwies unter anderem auf den Spielplatz am Mühlenweg, den es ohne die Räuber nicht geben würde.

Großen Anteil daran hat Thomas Diekmann, der jahrzehntelang als Präsent der Räuber das soziale Engagement hochgehalten hat. Vom Präsidentenstammtisch des FAS ist Diekmann jüngst zum Ehrenmitglied ernannt worden. Eine besondere Ehre, über die er sich besonders gefreut habe, so Diekmann. Seine Nachfolge hat Hartmut Kloß angetreten. Er war 2007 Prinz im ersten Porzer Dreigestirn, das die Urbacher Räuber gestellt haben. In seiner neuen Funktion konnte Kloß Oberbürgermeister Torsten Burmester als neues Ehrenmitglied der Räuber begrüßen und ihn anschließend direkt zum Thekendienst „verdonnern“.