Die T-Kreuzung an der Wahner Straße/Liburer Landstraße in Wahn soll sicherer werden. Eine Ampelanlage soll dafür sorgen.
Verkehr in PorzAmpel entschärft Situation an Wahner Straße

An der T-Kreuzung wird eine Ampel errichtet, um den Unfallschwerpunkt sicherer zu machen
Copyright: René Denzer
Wenn Ralf Scherer an den 8. März dieses Jahres zurückdenkt, läuft ihm immer noch ein Schauer über den Rücken. „Da hätte es beinahe richtig gekracht“, sagt der 54-Jährige. Zum Glück sei weder ihm noch dem Motorradfahrer etwas passiert – dank seiner Vollbremsung und dem Ausweichmanöver des Motorradfahrers.
Scherer war an diesem Tag auf der Wahner Straße von Zündorf in Richtung Wahn unterwegs. An der T-Kreuzung mit der Liburer Landstraße, sei der Unfall dann beinahe passiert. „Es war an diesem Sonntag so gut wie kein anderer auf der Straße unterwegs“, erinnert sich Scherer. An der Kreuzung habe er den Blinker nach links gesetzt. Linke Seite frei, rechte Seite frei, also kann es los gehen. Aus dem Augenwinkel habe er dann von der linken Seite doch noch etwas kommen sehen und geistesgegenwärtig auf die Bremse getreten. „Der Motorradfahrer, der aus der Unterführung herauskam, hat zum Glück auch noch einen Schlenker gemacht“, sagt der Diplom-Volkswirt. Ralf Scherer atmete tief durch und setzte seine Fahrt fort.
Lange Schlangen zur Rush-Hour an Werktagen
„Ich kenne die Strecke auch unter anderen Bedingungen“, sagt Scherer. Wochentags fährt er hier lang, um in Wahn auf die Autobahn in Richtung Arbeit zu fahren. Zu bestimmten Zeiten sei hier immer viel Verkehr. So viel, dass sich auf der Wahner Straße immer wieder lange Autoschlangen bilden. Fahrzeuge von der Liburer Landstraße haben gegenüber denen von der Wahner Straße Vorfahrt.
Schon oft habe er brenzlige Situationen wahrgenommen, sagt Ralf Scherer. „Irgendwann haben die Menschen auf der Wahner Straße es satt zu warten und fahren los, wenn sich eine kleine Lücke auftut.“ Dass er vor ein paar Wochen ebenfalls eine brenzlige Situation erleben wird - und dass, „bei eigentlich keinem Verkehr“, hätte er nie gedacht. Das zeigt seiner Meinung nach aber, dass „die Ecke gefährlich ist“. Dabei sei es unerheblich, ob es wie bei ihm ein Motorradfahrer gewesen ist oder ein Pkw. „Ein Auto hätte ich genauso beinahe übersehen können.“
Gerade über die T-Kreuzung haben verschiedene Bürgervereine im Stadtbezirk Porz diskutiert, die Politik genauso. Kreisverkehr, Ampelanlage – was ist besser an der Stelle? Die Entscheidung pro Ampel ist gefallen. Sie wird derzeit gebaut. Damit reagiert die Stadt auf die Einstufung des Bereichs als Unfallschwerpunkt und will so für mehr Verkehrssicherheit sorgen. „Die neu installierte Ampel verbessert den Verkehrsfluss und dient ebenso als Querungsmöglichkeit für den Radverkehr“, heißt es in einer Mittelung der Stadt.
Die Bauzeit beträgt rund fünf Wochen. Die Fahrbahnen und Gehwege werden in der Zeit abschnittsweise eingeengt, der Verkehr an den Arbeitsstellen vorbeigeführt. Wenn die Arbeiten weiter fortgeschritten sind, wird der Verkehr später einspurig geführt. Mobile Ampelanlage regeln in der Zeit den Verkehr. Die Kosten für die neue Ampel belaufen sich nach Angaben der Stadtverwaltung auf rund 250.000 Euro.
Gut investiertes Geld, findet Ralf Scherer. „Ich denke, dadurch wird sich die Situation vor Ort verbessern.“ So ein Schreckmoment wie er ihn vor ein paar erlebt hat, sollte seiner Meinung nach dann der Vergangenheit angehören.
