Der Piratenspielplatz in Westhoven soll aufgewertet werden. Auch auf Gut Leidenhauses wird in Spielspaß investiert. Die Porzer Politiker entscheiden am Dienstag.
Kinder in PorzWesthovener Piratenspielplatz soll neues Containerschiff bekommen

Der sogenannte Piratenspielplatz in Westhoven soll für rund 226.000 Euro aufgewertet werden.
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Die Stadtverwaltung will den sogenannten Piratenspielplatz im Neubaugebiet rund um die Hans-Kalscheurer-Straße und Wilhelm-Kleinertz-Straße in Westhoven umgestalten. Dafür will sie rund 226.000 Euro in die Hand nehmen. Während der Jugendhilfeausschuss dem Projekt bereits seinen Segen erteilt hat, soll der Beschluss in der Bezirksvertretung (BV) Porz nun offiziell gefasst werden.
Dass der Spielplatz umgestaltet wird, freut etliche Familien mit Kindern. Lara, die mit Opa Max die Reste des Spielschiffs geentert hat, findet das super. Opa Max erinnert sich, dass auf dem Spielplatz früher mehr Spielelemente vorhanden waren. So mussten etwa große Teile des Spielschiffs abgebaut werden. Sie waren nicht mehr verkehrssicher. „Es ist absehbar, dass in naher Zukunft auch die restlichen Elemente einschließlich der Rutsche abgebaut werden müssen, da die Geräte überaltert und morsch werden“, heißt es in der Verwaltungsvorlage, die der BV Porz vorgelegt wird. Auch die Tage der Spielgeräte für die jüngeren Kinder im gegenüberliegenden Sandspielbereich sind gezählt.
Eltern und Kinder aus Westhoven haben Wünsche geäußert
Es werde Zeit, dass die Spielgeräte ein Update bekommen, finden zwei Mütter, die mit ihren Kindern den Spielplatz besuchen und auf eine mögliche Umgestaltung angesprochen werden. Etliche Eltern im Viertel haben im Rahmen eines Beteiligungsverfahrens im Herbst 2025 Wünsche und Anregungen geäußert. Neben dem Wunsch nach einem Parcours, stand auch der Wunsch nach einem neuen Spielschiff im Vordergrund. So entstand die Idee, ein Containerschiff zu entwickeln, welches neben der Möglichkeit zum Rollenspiel, auch unterschiedliche Kletterelemente enthält, welche in der Spielabfolge ähnlich einem Parcours genutzt werden können.
Die Pläne dafür wurden im März dieses Jahres vorgestellt. „Hier zeigt sich, wie wichtig Beteiligung ist: Die Ideen aus dem Veedel wurden ernst genommen und konkret in der Planung umgesetzt“, sagt SPD-Ratsmitglied Lukas Lorenz. Die neuen Spielgeräte werden ein echtes Highlight für den gesamten Stadtteil und stärken die Lebensqualität für Familien nachhaltig, findet Lorenz. „Der Spielplatz bleibt damit ein lebendiger sozialer Mittelpunkt im wachsenden Stadtteil Westhoven.“
Aufgrund der Nähe zum Rhein und der angrenzenden Gewerbegebiete hat sich nach Auffassung der Verwaltung eine thematische Anlehnung an eine maritime Logistik angeboten. Auf der Basis der Beteiligung erfolgte die Planung eines „Containerschiffes“ für die älteren Kinder sowie einer „Containeranlage“ für die jüngeren Kinder.
So soll das Spielschiff unter anderem mit einer Free-Climbing-Wand, Kletternetzen, Röhrenrutsche, Kletterseil und Rutschstangen ausgestattet werden. Das Highlight soll ein rund sechs Meter hoher, seitlich zu den Containern aufgebauter Kran sein. Der soll so montiert werden, dass er mit seinen „Armen“ über die „Ladefläche“ des Spielschiffs schwebt.
Neben dem Piratenspielplatz in Westhoven befasst sich die BV Porz in ihrer Sitzung auch mit der Umgestaltung der Spielfläche im Naherholungsgebiet Gut Leidenhausen in Eil. Auch hier will die Stadtverwaltung ordentlich Geld in die Hand nehmen. Für über 300.000 Euro ist hier eine neue, 26 Meter lange Kletterlandschaft geplant.
Die Sitzung der Bezirksvertretung Porz findet am Dienstag, 23. Juni, um 17 Uhr im Matthias-Chlasta-Saal, Raum 311 im Bildungszentrum des Bezirksrathauses, Alfred-Moritz-Platz 1, statt.
