Abo

Klimafreiraum in PorzLokalpolitiker wollen Wiese in Westhoven als Grünfläche sichern

2 min
Hinter einem Metallzaun und einer hohen Wiese stehen links eine fertige Industriehalle mit heller Fassade und rechts eine im Bau befindliche Halle aus Stahlgerüst mit Baukränen unter blauem Himmel.

Die Wiese an der Straße „Am Blauen Stein“ neben dem ehemaligen Stollwerck-Gelände soll als Grünfläche ausgewiesen werden.

Die SPD Porz will die ehemalige Pferdeweide an der Straße „Am Blauen Stein“ in Westhoven ökologisch aufwerten und vor Bebauung schützen.

Bettina Jureck wird ein wenig nostalgisch. „Was war das schön, als hier die Pferde drauf waren“, sagt die Fraktionschefin der SPD in der Bezirksvertretung Porz. Hier, das ist eine Wiese an der Straße „Am Blauen Stein“ in Westhoven. Vor einigen Jahren wurde sie vom Zentrum für Therapeutisches Reiten als Weide für die Tiere genutzt. Das Zentrum gibt es nicht mehr. Die Fläche wurde anschließend landwirtschaftlich genutzt.

Und wenn es nach der SPD geht, soll die städtische Fläche künftig als Grünfläche ausgewiesen und ökologisch aufgewertet werden. „Wir wollen verhindern, dass diese heute unbebaute Fläche irgendwann für eine bauliche Nutzung vorgesehen wird. Gerade angesichts des zunehmenden Flächendrucks in Köln müssen wir bestehende Freiräume dauerhaft sichern“, sagt Jureck. Zur Finanzierung bieten sich ihrer Meinung nach Mittel aus dem Integrierten Klimaanpassungskonzept (IKA) an.

Bepflanzung statt Sondergebiet

Ursprünglich war das Areal im Flächennutzungsplan als Sondergebiet für militärische Zwecke dargestellt. Dazu wird es aber nicht mehr genutzt. Dafür soll die Fläche ökologisch aufgewertet werden. Gewünscht ist ein Konzept für die Bepflanzung „mit standortgerechten Bäumen und Gehölzen“. Die Wiese, die an das ehemalige Stollwerck-Areal grenzt, soll damit langfristig als klimawirksamer Freiraum erhalten bleiben. „Grünflächen sind nicht nur wichtig für Natur und Artenvielfalt. Sie helfen dabei, Hitze zu reduzieren, verbessern die Luftqualität und unterstützen die Versickerung von Niederschlagswasser“, sagt Bettina Jureck. Gerade im dicht besiedelten Köln braucht es solche Freiräume.

Die SPD verweist zudem auf die Bedeutung der Fläche als Frischluftschneise in Richtung Gremberger Wäldchen. Gleichzeitig gewinnt die Sicherung des Freiraums angesichts weiterer Flächenversiegelungen durch das angrenzende Bauvorhaben „City Dock Köln Ost“ auf dem ehemaligen Stollwerck-Gelände an Bedeutung, so die Meinung der Sozialdemokraten, die ihren Antrag in der Bezirksvertretung Porz durchgebracht haben.