Abo

„Jetzt trifft es auch uns“Rhein fällt auf Tiefststand – Kölner Fähre muss Betrieb einstellen

2 min

Das Niedrigwasser in Köln hat Folgen: Die Rheinfähre „Krokodil“ zwischen Weiß und Zündorf muss nun ihren Betrieb einstellen. 

Die beliebte Kölner Rheinfähre „Krokodil“ zwischen Weiß und Zündorf muss ihren Betrieb vorerst einstellen. „Jetzt trifft es auch uns“, teilte der Betreiber am Mittwoch (12. August) auf Instagram mit. „Wir haben alles versucht.“ Der Grund: Der Rheinpegel ist auf einen historischen Tiefstand gefallen – in der Nacht auf Mittwoch wurde eine Wassertiefe von nur 54 Zentimetern gemessen.

Kölner Rheinfähre Krokodil stellt Betrieb ein: „Slalom um die Felsen“

„Ursprünglich wollten wir bei 80 Zentimetern Kölner Pegel den Betrieb einstellen. Jetzt sind wir sogar bis 55 Zentimeter Kölner Pegel gefahren“, hieß es weiter. Einige Felsen sowie eine Kiesbank machten den Weiterbetrieb der Fähre unmöglich. „Wir kommen einfach nicht mehr ohne Grundberührung über die Kiesbank und müssen Slalom um die Felsen fahren.“

Wann die Fähre wieder fahren kann, blieb angesichts des Niedrigwassers im Rhein zunächst offen. „Sobald wir wieder fahren können, geben wir euch natürlich sofort Bescheid“, teilte das „Krokodil“-Team auf Instagram mit.

Rhein fällt in Köln erneut auf historischen Tiefststand

Der bereits historisch niedrige Wasserstand des Rheins geht in Nordrhein-Westfalen unterdessen noch weiter deutlich zurück. In Köln ist am Mittwoch (12. August) erneut ein historischer Tiefstwert gemessen worden, wie aus Daten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein hervorgeht.

Der erst am Dienstag (11. August) gemessene historische Tiefststand von 56 Zentimetern wurde im Laufe der Nacht erneut unterboten. Um 2.30 Uhr sank der Pegel in Köln auf 54 Zentimeter ab – ein neuer Negativrekord. Für den Freitag werden der Prognose zufolge 53 Zentimeter erwartet. Am Sonntag könnte der Pegel in Köln gemäß der Abschätzung dann auf 51 Zentimeter absinken.

Für die Schifffahrt insgesamt wird die Lage zunehmend kritisch. Große Frachtschiffe können wegen des Niedrigwassers deutlich weniger laden. Nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes könnte der Rhein bald an einigen Stellen zudem gar nicht mehr durchgängig befahrbar sein. (das)