Der nördliche Groov-Teich macht mit seiner ruhenden Baustelle, ohne Fontäne und mit nicht bewirtschafteter Gastronomie derzeit einen tristen Eindruck.
Zündorfer GroovArbeiten an der Ufermauer sollen bald weitergehen

Der See ist mit grünem Bewuchs bedeckt, die Fontäne, die das Wasser mit Sauerstoff versorgen soll, ist nicht in Betrieb.
Copyright: Beatrix Lampe
Das Ufer am nördlichen Groov-Teich ist seit Monaten eine Baustelle. Nachdem die Baufälligkeit der Ufermauer sich als gravierender herausgestellt hatte, als zu Beginn erwartet, war zunächst das historische Teehaus nahe am Ufer abgebrochen worden, um ausreichend Raum für die neue Konstruktion zu schaffen. Auch die daneben stehende Trauerweide wurde gefällt. Die Arbeiten zur Sanierung der Uferbefestigung machten zunächst erkennbar gute Fortschritte. Doch geriet die Bautätigkeit nach Beobachtung von Besuchern des Erholungsgebietes im Sommer über längere Zeit ins Stocken.

Die Befestigung des Ufers ist erfolgt, die Bauteile der Mauer sollen in den nächsten Tagen geliefert werden.
Copyright: Beatrix Lampe
Auf der Baustelle, an der schon die tief ins Wasser hineinragenden Befestigungen zu erkennen sind, tut sich nichts. Wenig einladend wirkt auch, dass die Fontäne im See abgebaut ist. Bauteile sind am Ufer gelagert. Die Wasseroberfläche des Groov-Teichs ist nach der langen Hitzeperiode mit grünem Bewuchs bedeckt. Und seit der direkt am Wasser gelegene Außenbereich des Lokals Groov-Terrasse nicht mehr bewirtschaftet wird, wirkt der Bereich nördlich des Marktplatzes trostlos.
Fertigteile für Ufermauer werden eigens angefertigt
Laut Auskunft der Stadtverwaltung auf Anfrage dieser Zeitung soll sich das aber bald ändern. Der Bau der Ufermauer kann demnach in Kürze weitergehen. Wie Stadtsprecher Robert Baumanns mitteilt, sind die Fertigteilelemente für die Mauer in Auftrag gegeben worden. Die Fertigung der Teile laufe derzeit. Nachdem die Fertigteilelemente produziert sind, brauchen sie Baumanns zufolge eine gewisse Ruhezeit zur Erhärtung des Betons, ehe sie verladen und an die Baustelle transportiert werden können. Es sei geplant, dass Ende August die ersten Elemente geliefert werden.
Eine Verzögerung der Bauarbeiten ist nach Schilderung der Stadt schon im Zuge der Herstellung des Fundaments. Dabei ging es um den Verdacht auf Kampfmittel. Wenn Ende August die ersten Fertigteilelemente geliefert werden, soll mit der Montage auf der neuen Gründung begonnen werden. Bis Ende Oktober solle der Einbau erfolgt sein. Baumanns teilt mit, es sei geplant, die Hauptarbeiten bis November 2026 abzuschließen. Gegenüber dem ursprünglich genannten Zeitplan komme es somit zu Verzögerungen von rund zwei Monaten. Anschließend seien noch Restarbeiten beispielsweise zur Wiederherstellung der Oberflächen erforderlich.
Die Fontäne liegt in der Verantwortung der Stadtentwässerungsbetriebe (Steb) und hat dem Stadtsprecher zufolge nichts mit der Maßnahme zur Sanierung der Ufermauer zu tun. Andreas Bischoff, Vorsitzender des Vereins „Die Groov-Paten“, steht im Austausch mit den Steb und hat erfahren, dass zwei Sprudler installiert werden sollen, wenn der Stromanschluss geklärt ist. Im kommenden Jahr dürfte demnach der See im Naherholungsgebiet samt Fontäne und restaurierter Ufermauer wieder einladender aussehen.
