In Köln wird zum 27. Mal der Deutsche Fernsehpreis verliehen. Erstmals geht die große Gala im Confex der Koelnmesse über die Bühne. Moderatorin Laura Wontorra gewann gleich zwei Preise.
Deutscher Fernsehpreis in KölnModeratorin Laura Wontorra gewinnt gleich zwei Preise

Laura Wontorra freut sich bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises im Confex über die erste Ehrung in der Kategorie „Beste Moderation/Einzelleistung Unterhaltung“.
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Promi-Gewitter in Köln. Zum 27. Mal wurde am Mittwoch (9. September 2026) der deutsche Oscar verliehen. In insgesamt 27 Kategorien wurden Trophäen überreicht.
Der Deutsche Fernsehpreis hat ein neues Zuhause gefunden. Nach Jahren in den TV-Studios in Ossendorf ging die große Gala erstmals im Confex der Koelnmesse über die Bühne.
Deutscher Fernsehpreis: 27. Ausgabe erstmals im Confex
Das Gedränge im Foyer war gigantisch. Da tummelten sich Filmgrößen, Showmaster, Sportstars und Musiker auf dem roten Teppich. Eröffnet wurde die Show von der ESC-Siegerin Dara mit ihrem Titel „Bangaranga“. An ihrem 28. Geburtstag war die Bulgarin für einen Mini-Auftritt extra nach Köln gekommen.
Durch die Show führte zum neunten Mal Barbara Schöneberger. Im kommenden Jahr wünsche sie sich zum Jubiläum Torte, Geschenkkorb und Stripper.
Und natürlich gönnte sich die Moderatorin auch wieder einige Witze: „Heute befinden sich in einem Raum: Stefan Raab und Sebastian Pufpaff – Friedensnobelpreis ist nur noch eine Formsache.“
Die erste strahlende Siegerin des Abends war Laura Wontorra. Sie wurde als beste Moderatorin für ihre Gastgeberrolle bei „Deutschland sucht den Superstar“ gekürt. „Nach 18 Trostpreisen endlich der richtige Pokal“, jubelte die 37‑Jährige. „RTL vertraut mir immer Inhalte an, in denen ich gar keine Talente habe. Singen, Kochen und Klettern kann ich nicht, aber offenbar moderieren.“

Johannes B. Kerner bedankte sich stellvertretend für das MagentaTV-Team für den Fernsehpreis in der Kategorie „Beste Sportsendung“.
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Den Triumph nutzte sie auch zu einem Appell an junge Frauen. „An alle jungen Mädels da draußen: Ihr seid nicht zu laut, nicht zu leise, nicht zu klein, nicht zu groß, nicht zu dick, nicht zu dünn“, sagte sie. „Glaubt an euch, setzt euch durch und macht einfach euer Ding. Dann geht’s auch mit den Träumen, und dann kann man nach den Sternen greifen.“
Wenig später konnte die Kölnerin, die mit ihrem Partner Riccardo Basile zur Verleihung gekommen war, noch einmal jubeln. Mit dem Team von MagentaTV wurde sie für die beste Sportsendung bei der Fußball-WM gekürt. Jetzt bleibt der Moderatorin nur noch ein Traum: „Ich möchte noch einmal bei einer Olympia-Berichterstattung dabei sein.“

Für eine Showeinlage sorgten die Ehrlich Brothers mit einer Entfesselungsnummer. Moderatorin Barbara Schöneberger führte durch die Verleihung.
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Besonders emotional wurde auch die Ehrung von Drag Queen Olivia Jones für das ZDF-Biopic über ihr Leben. Hauptdarsteller Johannes Hegemann sah die Ehrung als politisches Statement.
„Queere Menschen werden zu Feindbildern gemacht. Olivia zeigt, wie viel Mut es braucht, sichtbar zu werden und für das Recht zu kämpfen, so leben zu können, wie man ist. Wir brauchen Sichtbarkeit und Schutz für Minderheiten. Eine freie und pluralistische Gesellschaft ist nicht nur wichtig, sie ist auch verdammt großartig. Diesen Preis widmen wir der LGBTQIA+‑Community – ihr werdet gesehen.“

Dragqueen Olivia Jones durfte jubeln über den Preis als „Bester Fernsehfilm/Mehrteiler“.
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Olivia Jones fügte gerührt hinzu: „Das hätten sich die Mainzelmännchen auch nicht erträumen können, dass das ZDF mal mein Leben verfilmt. Es ist genau der richtige Film zur rechten Zeit. Er zeigt, wie wichtig es ist, für seine Freiheit zu kämpfen und aufzustehen. Queere Rechte sind Menschenrechte. Wir brauchen mehr Mut anstatt Wut.“

Moderator Markus Lanz gewann zum zweiten Mal einen Fernsehpreis.
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Die aktuelle politische Lage thematisierte auch Markus Lanz, der nach 2021 seinen zweiten Fernsehpreis erhielt. „Wir wandern nicht aus. Wir stehen da. Fürchtet euch nicht. Das, was jetzt gerade kaputtgeht, bauen wir irgendwann ganz lässig wieder auf.“
Als beste Comedy-Serie wurde das ZDF-Format „Chabos“ gekürt. Und perfekte Comedy lieferte auch Politiker Karl Lauterbach im Gespräch mit Schöneberger. „Wird denn der beste Schauspieler in der Politik heute auch noch ausgezeichnet? Kriegt Markus Söder seinen Preis?“