Auch Oberbürgermeister Torsten Burmester kommt zur Kundgebung.
Protest gegen hohe MietenHunderte demonstrieren in Köln für bezahlbaren Wohnraum

Ein breites Bündnis von Initiativen und Organisationen hat auf dem Chlodwigplatz eine Kundgebung für bezahlbaren Wohnraum veranstaltet.
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Auf dem Chlodwigplatz haben am Sonntag Hunderte Menschen für bezahlbaren Wohnraum demonstriert. Zu der Kundgebung hatte ein breites Bündnis aus 24 Institutionen, Parteien und Vereinen aufgerufen. Nach Angaben der Polizei verlief die Veranstaltung friedlich.
Unter dem Motto „Gegen hohe Mieten und fehlenden Wohnraum“ versammelten sich die Teilnehmenden ab 14 Uhr auf dem Platz. Auf Plakaten standen Forderungen wie „Mietwucher bekämpfen!“ und „Keine Rendite mit unserer Miete!“. Eine Teilnehmerin im Rollstuhl hielt ein Schild mit der Aufschrift: „Ich möchte einfach nur wohnen“.
Köln: Burmester spricht mit Demonstrierenden
Auch Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester kam zur Kundgebung. Er sprach mit Teilnehmenden und hörte sich deren Sorgen an. Ihm wurde eine Petition zum Thema „Es reicht! Köln muss bezahlbar bleiben!“ überreicht, die 13.000 Menschen unterschrieben hatten.
Auf der Bühne ergriffen unter anderem Judith Gövert vom DGB Köln-Bonn, Franz Xaver Corneth, Vorsitzender des Kölner Mietervereins, und Mietaktivist Kalle Gerigk das Wort. Gerigk hatte die Kundgebung angemeldet und ist Sprecher des Bündnisses.

OB Burmester kam bei der Demonstration mit Kölnern ins Gespräch.
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„Die Stadt hat keine Kohle mehr, muss sparen. Die Befürchtung ist, dass soziale Projekte, wie auch das Thema Sozialer Wohnungsbau, unter den Tisch gekehrt werden“, hatte Gerigk im Vorfeld gegenüber EXPRESS.de erklärt. Mit der Kundgebung wolle das Bündnis ein Zeichen setzen.
Bündnis fordert mehr Wohnungen in öffentlicher Hand
Zu dem Zusammenschluss gehören unter anderem die Kölner Linke, die Kölner SPD, die Grüne Jugend, die Mülheimer Grünen, der DGB Köln, der Mieterverein Köln und der Asta der Uni Köln. Nach Angaben der Partei Die Linke sollen rund 800 Menschen zu der Demo am Sonntag gekommen sein.
Das Bündnis fordert unter anderem mehr bezahlbaren Wohnraum und mehr Wohnungen in öffentlicher Hand. Außerdem verlangt es einen stärkeren Schutz vor Mietsteigerungen und Mietwucher, die Anerkennung und Beendigung des Mietennotstands sowie Maßnahmen gegen Zwangsräumungen.
Leerstehender Wohnraum und ungenutzte Flächen sollen nach den Vorstellungen des Bündnisses konsequent für Wohnraum genutzt werden. Zudem fordert es eine Bodenpolitik, die sich stärker am Gemeinwohl als an maximalen Renditen orientiert.
Gerigk verwies auf die Situation vieler Kölnerinnen und Kölner. Hinter den Zahlen zum Wohnungsmarkt stünden persönliche Geschichten von Menschen und Familien. Die Wohnungsfrage betreffe inzwischen die ganze Stadt, erklärte der Mietaktivist.