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Prozess in KölnOpfer in Wohnung gelockt und 10.000 Euro geraubt

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Akten liegen vor einem Prozess in einem Landgericht auf dem Tisch.

Akten liegen vor einem Prozess in einem Landgericht auf dem Tisch.

Drei Männer stehen nach brutalen Überfallen nach gleichem Muster vor Gericht — ihre Opfer haben sie dabei teilweise erheblich verletzt.

Mehrfacher schwerer Raub sowie schwere räuberische Erpressung und mehrfache gefährliche Körperverletzung legt die Staatsanwaltschaft seit Dienstag drei Männern (32, 24 und 23) zur Last. Sie sollen in der Zeit zwischen 2. September und 14. Oktober 2022 bei vier brutalen Überfällen ihre Opfer um knapp 30.000 Euro gebracht und dabei zum Teil erheblich verletzt haben. Bei Prozessbeginn schwiegen die Angeklagten, schlossen Einlassungen zu einem späteren Zeitpunkt im Prozess jedoch nicht aus.

Laut Anklage soll der 23-Jährige am 2. September unter der Legende, ein Handy verkaufen zu wollen, einen potenziellen Käufer in eine Wohnung auf der Luxemburger Straße gelockt haben. Dort sollen die Mittäter den Kaufinteressenten mit einer Pistole bedroht, geschlagen, mit einem Seil gedrosselt und schließlich gefesselt haben. Anschließend sollen sie ihm 10.000 Euro Bargeld, ein Handy und Reisedokumente entwendet haben.

Auto-Interessent in die Wohnung gelockt

In einem weitere Fall sollen die Angeklagten ein anderes Opfer am 29. September nach demselben Muster zur Herausgabe von EC-Karte und PIN-Nummer, sowie dessen Handy und PIN-Nummer gezwungen haben. Anschließend sollen sie sich insgesamt 2400 Euro selbst überwiesen haben. Am 5. Oktober, so die Anklage, haben die Angeklagten dann unter dem Vorwand eines Autoverkaufs einen Interessenten in eine Wohnung gelockt. Dort sollen die Täter eine Pistole auf den Mann gerichtet und gedroht haben: „Wir erschießen dich!“ Die vom Opfer für den Kauf des Autos mitgeführten 9000 Euro sollen sie entwendet haben. Um unentdeckt flüchten zu können, sollen sie den Mann mit Handschellen gefesselt in einen Fahrstuhl geschubst haben. Im letzten Moment, bevor sich die Tür schloss, sollen sie noch den Schlüssel hinterhergeworfen haben, bevor sie selbst geflohen seien. In einem weiteren Fall vom 14. Oktober sollen die Männer nach gleichem Muster 7800 Euro erbeutet haben.

Zwei mutmaßliche Mittäter der Angeklagten sind in einem gesonderten Verfahren wegen schweren Raubes verurteilt worden. Sie hatten Haftstrafen von siebeneinhalb und achteinhalb Jahren erhalten. Der Prozess wird fortgesetzt. (bks)