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Radfahrerin verletztErmittlungen gegen Polizisten

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Der Streifenwagen erfasste zwei Radfahrer auf dem Neumarkt. (Foto: Belibasakis)

Köln – Nach dem dramatischen Unfall am Neumarkt mit fünf Verletzten hat die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung eingeleitet. Das Verfahren richtet sich gegen den Polizisten (32), der den Streifenwagen gefahren hat. Das Fahrzeug war mit einem Mercedes kollidiert und wurde gegen eine Radfahrerin (37) und einen Radfahrer (22) geschleudert.

Es soll geklärt werden, ob sich der Fahrer des Streifenwagens bei der Einsatzfahrt „umsichtig und richtig“ verhalten hat, wie Polizeisprecher Lutz Flaßnöcker sagte. Der 32-Jährige ist nach Rundschau-Informationen bei Rotlicht in den Kreuzungsbereich an der Hahnenstraße/Im Laach hereingefahren und stieß dann mit dem Mercedes zusammen. „Besonders bei Fahrten mit Blaulicht und Martinshorn hat der Fahrer eine besondere Sorgfaltspflicht“, so Flaßnöcker weiter. Der Fahrer dürfe zwar eine Ampel auch bei Rotlicht passieren, aber nicht ungebremst. „Den Verkehr muss der Fahrer genau im Blick haben“, heißt es weiter.

Mit Blaulicht und Martinshorn dürfen Polizisten zum Unfallort eilen, wenn höchste Eile geboten ist um wenn Menschenleben zu retten. Beamten müssen die sogenannten „Sonderwegerechte“ bei der Leitstelle oder der Dienststelle anmelden.

Von dort geben die zuständigen Beamten das Einverständnis für die Fahrt mit Blaulicht und Martinshorn. Bekommen die Polizisten einen Einsatz zugewiesen, kann die Leitstelle auch direkt die Anweisung „Sonderrechte frei“ durchgeben. Wie schnell der Fahrer des Polizeiwagens dann unterwegs ist, entscheidet er selber. Es muss jedoch den Umständen entsprechend „angemessen“ sein. (ta)

Am Montagabend wurde der Streifenwagen zu einem Einsatz auf der Platzfläche des Neumarktes alarmiert. Dort hatte eine Person einen Krampfanfall erlitten und lag auf dem Boden. Die Beamten sollten den Rettungsdienst unterstützen. Eine Untersuchung soll nun den genauen Ablauf des Unfalls klären. Nach Einschätzung der Beamten vor Ort, haben ein Poller und ein Verkehrsschild am Ort des Geschehens noch Schlimmeres verhindert. Der Streifenwagen prallte zuerst gegen einen Poller und schleuderte Sekunden später nicht ungebremst in die Radfahrergruppe an der Ampel. Der schwer verletzten Radfahrerin soll es wieder besser gehen. Sie hat einen Schlüsselbeinbruch erlitten und soll von der Intensivstation auf eine normale Station verlegt werden. Dann soll die Frau von der Polizei zu dem Geschehen am Neumarkt genau befragt werden.