An den städtischen Zählstellen wurden in Köln im ersten Halbjahr 2026 fast zwölf Millionen Radfahrer registriert – mehr als im Vorjahreszeitraum.
Neue Daten belegen TrendRekord auf den Ringen – Zahl der Radfahrer in Köln erneut gestiegen

Ein Radfahrer fährt am Rheinufer in der Kölner Altstadt entlang. (Archivbild)
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In Köln ist die Zahl der Radfahrenden 2026 erneut gestiegen: Im ersten Halbjahr wurden an den städtischen Zählstellen insgesamt 11.774.538 Radfahrerinnen und Radfahrer registriert – rund ein Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Aufwärtstrend setzt sich damit fort, teilte die Stadt Köln am Freitag (17. Juli) mit. Bereits 2025 hatte es ein Rekordjahr mit einem Plus von elf Prozent gegeben.
Für die Erhebung wurden nur die Zählstellen berücksichtigt, die im gesamten Auswertungszeitraum zuverlässig Daten geliefert haben, erklärte die Stadt weiter. Die Zählstellen an der Kalker Hauptstraße, am Auenweg und an der Alfred-Schütte-Allee wurden wegen technischer Störungen oder Baustellen demnach nicht in die Auswertung einbezogen.
Daten belegen Wandel: Fahrrad spielt immer größere Rolle im Alltag
Die jüngsten Daten belegen einen deutlichen Wandel im Verkehrsverhalten: „Die Zahlen zeigen, dass das Fahrrad längst nicht mehr nur für Freizeitfahrten genutzt wird. Es spielt eine immer größere Rolle im Alltag und insbesondere im Pendelverkehr“, so die Stadt Köln.

Radfahrer auf den Kölner Ringen (Archivbild)
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Während im ersten Halbjahr 2025 an 18 Tagen mehr Fahrräder als Autos auf den Ringen unterwegs waren, sei dieser Wert 2026 bereits an 30 Tagen erreicht worden. Die Auswertung mache somit deutlich: „Je besser und durchgängiger die Radinfrastruktur ist, desto stärker wird das Fahrrad im täglichen Verkehr genutzt.“
KVB-Streik sorgt für Rekord in der Kölner Innenstadt
Ein besonders eindrucksvolles Beispiel für den Trend zum Radfahren lieferte der 19. März. Am Streiktag der KVB wurde in der Kölner Innenstadt ein Rekord gemessen: 16.679 Radfahrende nutzten den Hohenzollernring – während zur gleichen Zeit nur 13.524 Autos registriert wurden.
Ein Grund für die gestiegenen Zahlen ist auch die vollständige Sperrung des Stadtbahnverkehrs über die Deutzer Brücke seit dem 29. Juni. Dadurch zeige sich die Bedeutung des Fahrrads als Ausweichverkehrsmittel besonders deutlich, teilte die Stadt Köln mit.
Nach Sperrung für Stadtbahnverkehr: Mehr Radfahrten über Deutzer Brücke
Die Radfahrten auf der Brücke stiegen seit der Sperrung demnach um etwa 20 Prozent. Vor der Sperrung seien an Werktagen durchschnittlich rund 4700 Radfahrende auf der Brücke registriert worden, danach stieg die Zahl auf rund 6800 Radfahrende pro Werktag.
Die Daten der Kölner Dauerzählstellen für den Radverkehr können auch im Netz abgerufen werden. Die entsprechende Webpräsenz sei modernisiert und erweitert worden, so die Stadt. Neben einem übersichtlicheren Layout werden eine Vielzahl von weiteren Daten zur Verfügung gestellt. Die Daten können unter https://stadtkoeln.eco-counter.com/ abgerufen werden. (das)
