Das Café Ququ verbindet italienische, französische und persische Küche – von belegten Broten bis zum selbstgemachten Eis an der Goltsteinstraße.
Neues Café in BayenthalEis-Zauberei und experimentelle Küche im Ququ

Hadi Sanawi öffnete das Café Ququ in der Goltsteinstraße, im ehemaligen Feinkost-Seemann-Lokal.
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Moderne, schlichte Möbel, viel Holz und Teppiche, dazu viele Bilder in leuchtenden Farben mit Tier- und Naturmotiven an den Wänden: Im Café Ququ in der Goltsteinstraße 87a herrscht eine freundliche, ruhige Atmosphäre. „Wir möchten, dass sich die Gäste entspannen können und wie zu Hause fühlen bei uns“, sagt Inhaber Hadi Sanawi. Mitte April hat das Café in den Räumen eröffnet, in denen sich zuvor der österreichische Feinkostladen Seemann befand. „Wir sind ein modernes Café mit eigenen Kreationen“, beschreibt Sanawi sein Konzept.
Brote, Omelett, Frittata und Kuchen
Auf der Karte stehen Crostini, Bagel, Baguette, Focaccia und weitere Brotsorten mit unterschiedlichen Belägen. Mozzarella und marinierte Tomaten gehören ebenso dazu wie Mortadella, Champignons, Speck, Carbonara-Creme oder Pistazien-Pesto und weitere Zutaten. Die Brote werden frisch belegt. Daneben gibt es Quiches, Frittata, Omeletts, Salate, Kuchen und persisches Gebäck. Vieles bereitet Sanawi selbst zu. „Ich lasse mir gerne neue Sachen einfallen, es ist sozusagen eine experimentelle Küche, und meistens gelingt es“, sagt der 57-Jährige und lacht. Dabei verbindet er Elemente der italienischen, französischen und persischen Küche.
Auch der Name des Cafés hat einen persischen Bezug: „Ququ“ bezeichnet ein persisches Eiergericht, das einer Frittata oder Tortilla ähnelt.
Der gebürtige Iraner lebt seit bald 40 Jahren in Deutschland und arbeitet seit vielen Jahren in der Gastronomie. Nun hat er sich erstmals selbständig gemacht. „Das ist für mich ein Lebenstraum. Ich finde es toll, eigene Ideen in einem eigenen Laden umsetzen zu können“, erzählt er.
Spannende Matcha-Variationen
Experimentierfreude zeigt Sanawi auch bei den Getränken. Neben Kaffee, Tee und Schorlen gibt es verschiedene Matcha- und Ube-Latte-Varianten. Eine eigene Kreation ist etwa der Matcha-Kokos-Cappuccino. Ube ist eine violette Yamswurzel von den Philippinen, deren Geschmack an Vanille und Nüsse erinnert. Als Pulver verleiht sie den Getränken eine leuchtend lila Farbe.
Individuelle Eis-Kreationen
Eine Besonderheit des Ququ ist die „Eiz-Zauberei“, wie Sanawi sie nennt. Die Gäste können sich ihre eigene Eis-Kreation zusammenstellen. Als Basis stehen Bio-Milcheis und Joghurt sowie vegane Varianten auf Reis- oder Mandelbasis zur Auswahl. Dazu kommen frische Beeren, exotische Früchte und Zutaten wie Sanddorn. Sanawi und seine Mitarbeiter geben die gewählten Zutaten in die „Eiz-Zaubermaschine“, die sie direkt vor den Augen der Gäste mischt. „Durch das schonende Live-Mixing entsteht ein ultra-cremiges Softeis, bei dem sich die Aromen der frischen Zutaten perfekt entfalten“, erklärt Sanawi.
Rund 20 Plätze gibt es im Innenraum des Ququ, weitere 16 draußen. Auch Arbeitstische und WLAN stehen zur Verfügung. Die Preise liegen beispielsweise für belegte Brote zwischen 5,80 und 10,50 Euro, ein Salat kostet 12,80 Euro, Quiche 10,50 Euro und Ratatouille mit persischem Reis 10,80 Euro. Ein Caffè Latte ist für 4,40 Euro zu haben, der Matcha-Kokos-Cappuccino für 5,80 Euro und der Ube Latte für 5,20 Euro.
Die farbenfrohen Bilder an den Wänden stammen von Sanawis Ehefrau Maryam Khalili. Die beiden leben in Bonn. Dort hatte Sanawi zunächst nach einem geeigneten Ladenlokal gesucht, wurde aber schließlich in Bayenthal fündig. Eine gute Entscheidung, findet er: „Die Gegend hier ist sehr angenehm, die Leute sind sehr nett, und ich habe schon viel positives Feedback bekommen. Ich finde auch schön, dass ältere wie auch jüngere Leute kommen“, freut er sich.
Café Ququ, Goltsteinstr. 87a, Telefon: 0177 2779943. info@cafeququ.de, www.cafeququ.de. Öffnungszeiten: montags bis freitags von 10 bis 18.30 Uhr, samstags von 10 bis 17.30 Uhr, sonntags und feiertags geschlossen