Die Feuerwehr befindet sich aktuell wegen eines Feuers in Köln-Sürth im Einsatz. Laut eines Sprechers ist das Sürther Bootshaus komplett abgebrannt
Brand in KölnSürther Bootshaus abgebrannt – Feuerwehr im Einsatz
Auf dem Restaurantschiff Sürther Bootshaus im Rhein ist am Dienstagnachmittag ein Feuer ausgebrochen. Wie Feuerwehrsprecher Ulrich Laschet mitteilte, brannte das Schiff vollständig aus. Gegen 16 Uhr konnte das Feuer gelöscht werden. Am Nachmittag waren die Einsatzkräfte noch mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Verletzt wurde niemand.
Die Feuerwehr wurde um kurz vor 15 Uhr wegen Rauchentwicklung im Dachbereich des Bootes alarmiert. Wie es zu dem Brand kommen konnte, blieb zunächst unklar.
Besonders heikel war der Einsatz, weil sich etwa acht Meter von dem Schiff entfernt ein Gastank befindet. „Unsere höchste Priorität war es, eine Ausbreitung des Feuers auf den Tank zu verhindern“, so Laschet weiter. Mithilfe einer sogenannten Riegelstellung schirmten die Feuerwehrleute den Tank vom Boot ab. Insgesamt waren rund 70 Einsatzkräfte vor Ort.
Sürther Bootshaus ist beliebtes Ausflugsziel
Das Sürther Bootshaus am Rheinufer ist seit Jahren ein beliebtes Ausflugsziel. Allerdings hatte es bereits in den vergangenen Wochen mit Problemen zu kämpfen. Wegen des extremen Niedrigwassers im Rhein liegt das Bootshaus in Teilen auf Grund – mit einer Schräglage von rund acht Prozent, wie Küchenchef Jörg Blöck der Redaktion vor dem Brand geschildert hatte: „Man sieht es bei uns in der Küche in der Pfanne, dass wir praktisch das Öl nur noch auf einer Seite haben.“

Das Bootshaus in Sürth steht am Dienstag (4. August) in Flammen.
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Bereits 2022 hatten sich bei einer ähnlichen Niedrigwasserlage Risse in den Wänden des Bootshauses gebildet, die auch in den vergangenen Tagen wieder aufgetreten waren. Ob ein Zusammenhang zwischen der angespannten Statik des Schiffs und dem nun ausgebrochenen Feuer besteht, ist bislang nicht bekannt.
Brand auf Kölner Bootshaus: Feuer zerstörte Alte Liebe im Jahr 2003
Der Rhein führt in diesem Sommer außergewöhnlich wenig Wasser. Am Dienstagmorgen wurden wie bereits in den Tagen zuvor nur 69 Zentimeter Pegel gemessen – ein Wert, der zuletzt im Rekordjahr 2018 erreicht wurde. Andere Bootshäuser am Ufer, etwa die Alte Liebe und das Bootshaus Albatros, sind von der Niedrigwasserlage bislang weniger betroffen.
Es ist nicht das erste Mal, dass eines der Kölner Bootshäuser in Flammen steht: 2003 hatte ein Feuer die Alte Liebe komplett zerstört, es wurde später mit zahlreichen Helfern wieder aufgebaut. (red)
