Die Vogt-Stiftung prägt das Veedel: mit Naturerlebnissen für Kinder, Angeboten für Senioren und Investitionen in Schulen und Spielplätze.
Vogt-Stiftung in ZollstockSeit 25 Jahren im Einsatz für die Gemeinschaft

Hier wachsen Kräuter, Salate und Gemüse – was nicht gleich vom Beet genascht wird, landet in der Kita-Küche.
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Wenn die Viertklässler der Zollstocker Nikolaus-Grundschule im Mai in die Hocheifel aufbrechen, wartet auf sie ein besonderer Tag: Im Prether Bachtal wandern sie durch Wälder und Wiesen, entdecken Ameisenhaufen, beobachten mit etwas Glück Rehe, klettern über Bachläufe und angeln in einem Forellenteich. Ganz nebenbei lernen sie viel über Natur und Umwelt. Organisiert und finanziert werden diese Ausflüge seit Jahrzehnten von der Vogt-Stiftung. „Die Kinder sind immer ganz begeistert, es ist ein tolles Erlebnis für sie, und sie sind den ganzen Tag an der frischen Luft“, sagt Stiftungsvorsitzender Hartmut Menden, der die Ausflüge begleitet.
Spielgeräte, Ausflüge und Feiern
Seit 25 Jahren engagiert sich die Vogt-Stiftung in Zollstock. „Unsere Aufgabe ist es, Kinder, Jugend und Senioren zu unterstützen“, erläutert Menden. Wie sichtbar dieses Engagement ist, zeigt sich an vielen Stellen im Veedel: Zahlreiche Spielgeräte für Kitas, Schulen und öffentliche Spielplätze gehen auf die Stiftung zurück. Dazu zählen Kletterspinnen, Schaukeln, Rutschen, Fußballtore, Basketballkörbe oder Tischtennisplatten. Auch Hochbeete und sogar eine Seilbahn für Kinder wurden finanziert. Darüber hinaus hat die Stiftung Schulen mit PCs und Büchern ausgestattet und bei Bedarf auch Rollstühle bereitgestellt.

Hartmut Menden führt seit mehr als 25 Jahren die Vogt-Stiftung und organsiert Projekte, Ausflüge und Feiern für Kinder, Jugendliche und Senioren in Zollstock.
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Neben Kindern und Jugendlichen stehen ältere Menschen bei der Stiftung im Fokus. Einmal jährlich organisiert sie eine kostenlose Kulturfahrt für Senioren, an der regelmäßig rund 150 Menschen teilnehmen. Ziele sind etwa die Eifel, das Bergische Land, Xanten oder Zons. „Wir sind mit drei Bussen unterwegs, haben ein Kulturprogramm, und es gibt Kaffee und Kuchen“, berichtet Menden. Auch eine Weihnachtsfeier für Senioren im Pfarrsaal von St. Pius gehört seit Jahren zum Angebot – ebenfalls kostenfrei.
Die Wurzeln der Stiftung reichen ins Jahr 1994 zurück. Damals vertraute das Ehepaar Anneliese und Kurt Vogt Menden eine hohe Geldsumme an, um Zollstocker Kinder und Senioren zu unterstützen. Menden schlug vor, das Geld in eine Stiftung einzubringen, deren Kapital erhalten bleibt. Bis heute gilt dieses Prinzip: „Das Vermögen rühren wir nicht an, wir finanzieren unsere Projekte aus den Erträgen“, erklärt der 78-Jährige. Unterstützt wird er von einem fünfköpfigen Vorstand, dessen Mitglieder – wie auch Menden – sich ehrenamtlich engagieren.
Neues Projekt: Beachvolleyball
Auch künftig will die Stiftung das Leben im Veedel verbessern. Aktuell arbeitet Menden daran, einen Kölner Beachvolleyballverein nach Zollstock zu holen. „Dieser Verein möchte mehr in die Mitte der Stadt. Wir sind im Gespräch mit der Arminia 09 im Vorgebirgspark, ob es möglich ist, den Verein dort innerhalb des Arminia-Geländes oder gleich daneben außerhalb anzusiedeln. Das wäre eine tolle Sache für die Kinder und Jugendlichen in Zollstock“, sagt Menden. Eine Antwort der Stadt stehe noch aus, so Menden.
Im Vorgebirgspark realisierte die Stiftung einst ihr erstes Projekt: Basketballkörbe am ehemaligen Planschbecken nahe der Kierberger Straße. Auch ein Trimmpfad entlang des Südfriedhofs, zwischen Markusstraße und Militärring, ist eine Idee. „Das ist aber bisher nur eine Idee, die ich zwar schon lange habe, aber die sehr teuer ist“, sagt Menden. Klar ist für ihn: Das Engagement soll weitergehen und das Leben im Veedel konkret verbessern – für Kinder, Jugendliche und Senioren gleichermaßen.
