Seit mehr als 20 Jahren stockt der Ausbau des Neuen Weyerstraßerwegs in Zollstock. Die Stadt will nun einen neuen Versuch starten.
Verkehr in ZollstockStadt will neuen Anlauf für Ausbau des Neuer Weyerstraßerwegs starten

Der Neuer Weyerstraßerweg in Zollstock ist eng und soll seit mehr als zwei Jahrzehnten ausgebaut werden.
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Auf dem Neuer Weyerstraßerweg in Zollstock ist es eng – insbesondere zwischen dem Oberen Komarweg und der Spedition Schenker. Zwei Autos können dort nicht aneinander vorbeifahren. Deshalb ist der Abschnitt für den motorisierten Verkehr nur in Richtung Zollstockgürtel befahrbar. Radfahrer dürfen die Straße in beide Richtungen nutzen.
Bereits vor mehr als 20 Jahren beschloss der Stadtentwicklungsausschuss den Ausbau der Straße. Geplant sind zwei Fahrstreifen sowie ein Rad- und Gehweg. Der Ausbau soll den Zweirichtungsverkehr ermöglichen, eine bessere Verbindung zwischen Zollstockgürtel und Autobahnanschluss schaffen und den Stadtteil primär vom Lkw-Verkehr entlasten. Dafür setzen sich Lokalpolitiker und der Allgemeine Bürgerverein Zollstock seit Jahren – genauer gesagt seit Jahrzehnten – ein.
Eigentümer wollten Grundstücke bislang nicht verkaufen
Umgesetzt wurde das Vorhaben bislang jedoch nicht. Der Grund: Für den Ausbau benötigt die Stadt Teilflächen angrenzender Grundstücke. Die betroffenen Eigentümer waren bisher nicht bereit, diese zu verkaufen.
In regelmäßigen Abständen fragten die Lokalpolitiker in der Vergangenheit bei der Verwaltung nach dem Sachstand. Zuletzt hatte die CDU-Fraktion im März vergangenen Jahres angefragt und wissen wollen, ob die Verwaltung das Projekt weiterverfolge und weitere Gespräche zum Grunderwerb geplant seien.
Einen neuen Sachstand gebe es derzeit nicht, teilte die Verwaltung nun in der letzten Sitzung der Bezirksvertretung vor der Sommerpause mit. Für den Ausbau würden Teilflächen von insgesamt neun Flurstücken mit einer Gesamtgröße von rund 1400 Quadratmetern benötigt, erläuterte sie. Zwischen 2009 und 2016 habe die Stadt versucht, die Flächen von fünf Eigentümern zu erwerben – ohne Erfolg. Keiner der Eigentümer habe auf die Kaufangebote reagiert, sodass es gar nicht erst zu Verhandlungen gekommen sei, berichtet die Verwaltung.
Inzwischen hätten allerdings drei der fünf Grundstücke den Eigentümer gewechselt. „Dies ist Anlass für die Verwaltung, sich erneut um den Ankauf der Flächen zu bemühen“, teilt sie den Lokalpolitikern mit.
Bereits 2015 hatte die Bezirksvertretung außerdem einstimmig einen Fahrradschutzstreifen zwischen dem Pförtnerhäuschen der Spedition und dem Oberen Komarweg beschlossen. Damit sollte die Sicherheit für Radfahrer bis zum Ausbau verbessert werden. Wegen der geringen Fahrbahnbreite wurde der Schutzstreifen jedoch nicht eingerichtet.
