Einen Tag vor der Einschulung kam bei Familie Pattathanth alles anders als lange befürchtet.
Schulplatzmisere in KölnAufatmen bei Telvins Eltern - Platz auf den allerletzten Drücker

Hinter Familie Pattathanath liegt eine anstrengende Schulplatzsuche.
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Es ist das erste Mal, dass sich Familienvater Tiju Georg Pattathanath bei der Rundschau mit einer guten Nachricht meldet. Sie lautet: Telvin darf auf die GGS Hauptstraße gehen. Das Ende einer monatelangen Zitterpartie, die Telvins Eltern viel Nerven und schlaflose Nächte kostete.
Wie die Rundschau berichtete, war der Siebenjährige an zwei Grundschulen in seiner Wohnortnähe in Porz-Eil abgelehnt worden. Grund: Zu viele i-Dötzchen für zu wenige Plätze. Telvin ging es so wie zahlreichen Kölner Vorschulkindern in diesem Jahr. Mehr als ein Drittel kam nicht bei der gewünschten Grundschule unter.
Telvin sollte statt nach Eil auf eine Grundschule in Langel gehen. Nur: Die ist mehr als acht Kilometer von der Wohnung seiner berufstätigen Eltern entfernt. Die Folge: Die Eltern glaubten, dass sie ihn jeden Tag fahren müssten. Das hätte ihren Alltag enorm durcheinander gewirbelt.
Nachricht nur per Zufall erhalten
„Als ich bei der Stadt angerufen und nach einem Taxigutschein gefragt habe, sagte man mir, dass Telvin den doch gar nicht braucht, weil er auf die GGS Hauptstraße geht“, erzählt Pattathanath. Das war am Montag, 7. August, einen Tag vor der Einschulung. „Hätte ich nicht angerufen, wären wir in Langel in der Schule wieder weggeschickt worden“, wundert sich der Familienvater. Unter dem Strich aber zählt für ihn vor allem: Telvin kann zu Fuß zur Schule. „Er kann jetzt Freunde finden, die in seiner Nähe wohnen. Was ein Glück“, sagt der Vater.
