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Sieben Monate HaftSchwangere geschlagen und bedroht

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(Symbolfoto)

Mit einer Haftstrafe von sieben Monaten endete jetzt vor dem Amtsgericht das Verfahren gegen einen Mann, der die Mutter seiner kleinen Tochter geohrfeigt und mit einem Gürtel geschlagen hatte. Anlass, die Strafe zur Bewährung auszusetzen, sehe er dabei nicht mehr, erklärte der Richter: Dafür fehle dem Mann jede Einsicht in sein Unrecht.

„Ich habe ihn im August 2013 kennengelernt“, berichtete die Mutter des Kindes (35), eine Erzieherin aus Köln. Als sie infolge einer kurzen Affäre von ihm schwanger wurde, habe er von einem gemeinsamen Kind aber nichts wissen wollen. „Er wollte die Abtreibung. Er hat mich geschlagen, geohrfeigt, auch während ich das Baby im Bauch hatte“, empörte sich die zierliche Frau, die nur in Begleitung eines gerichtlichen Zeugenbeistands aussagen wollte. Unter anderem habe der Mann sie während der Schwangerschaft mit einem Turnschuh ins Gesicht geschlagen und ihr gleich darauf Angst gemacht. „Er sagte, wenn ich zur Polizei ginge, würde er abgeschoben. Er fragte: Soll dein Kind ohne Vater aufwachsen? Was sagen die Leute dann zu deinem Hurenbaby?“

Zugleich habe er ihre Frauenärztin terrorisiert, damit sie ihm sage, wann und wo die werdende Mutter voraussichtlich entbinde. Im Juni 2014 habe sie ihre Tochter auf die Welt gebracht. Von da an habe der Mann seine Ansprüche als Vater geltend gemacht.

Auslöser für das Verfahren war ein Vorfall im Juli 2014: Da habe er sie zu Hause aufgesucht, bedrängt und sie geohrfeigt. Mit dem schlafenden Baby auf dem Arm habe sie sich auf einen Stuhl gekauert. Unter Tränen beschrieb sie: „Dann zog er seinen Gürtel aus und hat mich damit auf die Oberschenkel geschlagen.“

Der Angeklagte stritt diese Darstellung ab. Seinen Schilderungen zufolge war es die Frau, die gewalttätig geworden sei. Richter und Vertreter der Staatsanwaltschaft glaubten jedoch den Aussagen der Zeugin, die sie als durchweg schlüssig bewerteten.