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„Et Stadt-Anzeiger-Leed“Björn Heusers Ostermann-Hommage gibt es jetzt auf Spotify

2 min
Björn Heuser sitzt mit Gitarre im Studio.

Im Januar dieses Jahres nahm Björn Heuser den Ostermann-Song neu auf.

Zum 150-jährigen Bestehen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ hat Björn Heuser den Ohrwurm neu arrangiert.

Das „Stadt-Anzeiger-Leed“ gibt es jetzt auch bei Spotify: Der neu arrangierte Song kann auf der digitalen Musikplattform gestreamt und heruntergeladen werden. Damit ist die musikalische Hommage zum 150. Geburtstag des „Kölner Stadt-Anzeiger“ und zum 150. Geburtstag von Willi Ostermann auch digital jederzeit verfügbar – zum Anhören, Mitsingen, Mitschunkeln und Weitergeben.

Das Lied trägt den Titel „Wenn einer jett om Häzze hät (Ich ben d'r Stadt-Anzeiger)“. Wie berichtet, soll es anlässlich des 150. Geburtstags unserer Zeitung eine Renaissance erfahren. Komponiert wurde es von Willi Ostermann im Jahr 1934. Im Archiv des „Kölner Stadt-Anzeiger“ findet sich das Notenblatt, das sowohl in der Morgen- als auch in der Abendausgabe vom 27. Januar 1934 abgedruckt wurde. Erstmals auf einer Schallplatte veröffentlicht wurde das Lied 1949; Interpret war Willy Breuer. 1976 nahm das Eilemann-Trio das Werk als „Dat Stadt-Anzeiger-Lied“ neu auf.

150 Jahre Kölner Stadt-Anzeiger, 150. Geburtstag von Willi Ostermann

Nun ist dank des Kölner Liedermachers Björn Heuser eine weitere Fassung hinzugekommen: komplett neu arrangiert, mit historischem Auftakt, moderner Bandbesetzung und einem Text, der die Verbindung zwischen Ostermanns Köln und dem heutigen „Stadt-Anzeiger“ herstellt.

Im „Strings'n'Sounds“-Studio des Produzenten Ralf Hahn wurde das Werk neu vertont. Heuser erhielt dabei Unterstützung von Stadt-Anzeiger-Redakteur Jan Wördenweber am Piano. Seine Kolleginnen Christiane Vielhaber und Barbara Grofe verstärkten den Background-Gesang.

Das Cover vom Stadt-Anzeiger-Leed zeigt Willi Ostermann und Björn Heuser (r.).

Das Cover vom Stadt-Anzeiger-Leed zeigt Willi Ostermann und Björn Heuser (r.).

Das Lied ist ein Walzer und beginnt mit einem Rauschen, wie man es von alten Vinyl-Schallplatten kennt. Auch Heusers Gesang erhielt zunächst einen knarzigen Effekt, der an historische Schellack-Aufnahmen erinnert. Der alte Sound besteht ausschließlich aus Flitsch, Gitarre, Quetsch und Piano. Heuser singt dabei den originalen Text Ostermanns – Refrain und Strophe. Danach wechselt das Lied in die Gegenwart: Hahn und Heuser haben einen lauteren, „strahlend“ klingenden Sound mit voller Bandbesetzung entwickelt.

Der Text wurde behutsam angepasst und ins Hier und Jetzt geholt – ohne den historischen Kern zu verletzen, betont Heuser. Im neuen Refrain heißt es nun: „Ich ben der Stadt-Anzeiger, zick 150 Johr, och wenn hück alles anders ist, ben ich immer für üch do.“

Auch der Zwischenteil, in der Musikersprache „Bridge“ genannt, ist neu. Er bleibt jedoch im Stil Ostermanns. Heuser versieht ihn mit den Zeilen: „Selvs der ahle Ostermann fing jeden Daach met der Zeidung ahnjo, do kannste drop zälle – ohne mich däät jet fähle in Kölle!“

Zum Schluss wechselt das Lied noch einmal in den alten Vinyl-Sound. Eine runde Sache – jetzt hören unter: https://open.spotify.com/intl-de/album/7bxMLucA7wuUfhMGbxSLQs