Köln/Bonn – Beim zweitägigen Warnstreik der Gewerkschaft Verdi im öffentlichen Nahverkehr der Städte Köln und Bonn drohen erhebliche Auswirkungen für Pendler. Am heutigen Montag und am Dienstag fahren keine Busse und Stadtbahnen von Kölner Verkehrs-Betrieben (KVB) und Stadtwerken Bonn. Lediglich einige von Subunternehmern betriebene Buslinien verkehren. Zugleich sind die linke Rhein- und die Eifelstrecke durch Bauarbeiten zwischen Köln und Hürth-Kalscheuren unterbrochen. Der Ersatzverkehr erfolgt normalerweise zu einem großen Teil per Stadtbahn, die nun ausfällt. Zudem können KVB-Fahrgäste nicht wie an früheren Streiktagen zum Beispiel auf die Mittelrheinbahn ausweichen. Am morgigen Dienstag werden auch städtische Kitas in NRW bestreikt.
Die Tarif-Vorstellungen von Gewerkschaft Verdi und Arbeitgebern liegen nach wie vor weit auseinander. Der Deutsche Städtetag verteidigte das angebotene Lohnplus von 3,5 Prozent bei einer Laufzeit von drei Jahren mit Hinweis auf die Corona-Krise, Verdi verlangt 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro bei einer Laufzeit von nur einem Jahr. Trotzdem hoffen die kommunalen Arbeitgeber auf eine Einigung bis Freitag. (EB/afp)
