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Summerjam in KölnIn der Zeltstadt ist schon gut was los – ein Besuch

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Pasqual und Jan haben für den Gute-Laune-Platz Sofas angeschleppt und winken Ankommenden zu.

Köln – Das große Chillen hat begonnen. Josha baumelt einen Tag vor Beginn des Summerjam-Festivals am Fühlinger See in einer bunt gestreiften Hängematte, während sein Freund Nicolas den Gasbrenner für eine Tasse Instantkaffee anwirft. „Gestern war es hier noch recht leer“, sagt der junge Saarländer und lässt den Blick über die inzwischen dicht platzierten Zeltkuppeln schweifen. Er ist sehr zufrieden mit seinem Platz am See und den direkten Blick auf die Festivalinsel mit einer der Bühnen. „Weiter hinten standen Warnschilder wegen Eichenprozessionsspinnern. Da sind wir umgezogen.“ Die Plage, sowie ein Baumpilz, der zu gefährlicher „Rußrinde“ führt, betrifft das Campingareal aber nur am Rande. Fein geordnet durch Drängelgitter und Flatterbandclaims wuchs die Zeltstadt für das Reggae-, Hip-Hop- und Dancehall-Musikfestival, zu dem fast 30.000 Menschen erwartet werden.

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An der Straßensperre in Höhe des Oranjehofs packte ein Profi sein Auto aus: Dicke Boxen wummerten in Festivallautstärke mitten zwischen Ballen von Campingausrüstung, während der Mann die Einzelteile eines Bollerwagens für den Transport zum Zeltplatz zusammensteckte. Mary, Arnauld und Andi, drei Mediengestalter aus Regensburg, wären neidisch gewesen. Sie standen eine Stunde vorher am selben Ort und stellten fest: „Wir müssen eine Luftpumpe leihen, brauchen einen Kühlschrank fürs Bier, und am besten mieten wir eine Rikscha, damit wir nicht alles schleppen müssen.“ Zumindest beim Grundstückstausch hatte die Gruppe Glück: „Man weiß bei der Campingplatzreservierung nicht, wo man landet. Aber jetzt liegen wir alle beisammen“, sagte Mary.

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Voriges Jahr ist sie mit dem Bus angereist: „Das war zwar billig, aber viel zu stickig und stressig.“ 600 Euro hat sie für dieses Jahr kalkuliert. Andi freut sich besonders: Er ist Schlagzeuger in einer Band namens „Unlimited Culture“. Manche kennen sich auch nur von Festivals, wie Jan und Pascal, die für mehr als 20 ihrer Musik-Bekanntschaften schon drei Sofas und eine Biergarnitur aufgebaut hatten. „Wir kommen aus Deutz. Da können wir auch alles wieder mitnehmen“, sagt Jan und zeigt ein Papp-Schild, das zum Lachen auffordert. „Gute Laune und Handy aus! Ich will alles erleben und die Nachbarn begrüßen.“ Dazu gehören auch Saskia und Tom aus Luxemburg. „Den Hammer bringen die anderen mit“, bedauert Saskia, die auch die Regenhaut aufs Zelt zieht. „Nur weil sie dazugehört“, versichert Tom. „Regen erwarte ich nicht.“