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Schutz vor KupferdiebenKölner Betreiber rüstet Ladesäulen nach Diebstahl-Welle auf

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Ein abgeschnittenes Kabel einer Ladesäule in Köln-Zollstock

Ein abgeschnittenes Kabel einer Ladesäule in Köln-Zollstock

In Köln werden immer öfter Ladekabel von E-Autos geklaut. Ein Betreiber rüstet die Säulen nun mit einem Schutz auf.

Ladevorrichtungen für E-Autos in Köln sind zum Ziel von Metalldieben geworden. Der Betreiber TankE reagiert auf die zunehmenden Vorfälle mit einer neuen Sicherheitslösung. Laut Unternehmensangaben werden bereits die ersten Anlagen mit einem besonderen Schutz für die Kabel versehen, um ein Zerschneiden zu unterbinden.

Auf Nachfrage teilte ein Firmensprecher mit, dass ein solches Kabelschutzsystem an diversen Kölner Standorten schon installiert oder erprobt wird.

Ausschließlich Schnellladestationen betroffen

Die Vorrichtung wird über das Ladekabel selbst montiert und soll Tätern den Zugriff mit Werkzeugen verwehren. Wie TankE erklärte, waren im Vorfeld mehrere technische Tests durch die Hersteller erforderlich, ehe das System zur Anwendung kommen konnte.

Die Diebstähle betreffen ausschließlich die Schnellladestationen (DC), da bei diesen die Kabel fest mit der Säule verbunden sind. An Normalladestationen (AC) hingegen nutzen die Fahrer ihre eigenen Kabel.

Mit einem speziellen Kabelschutz werden die E-Ladestationen in Köln vor Kabel-Klau gesichert.

Mit einem speziellen Kabelschutz werden die E-Ladestationen in Köln vor Kabel-Klau gesichert.

In Köln unterhält TankE aktuell 1330 öffentliche Ladepunkte, wovon 184 Schnelllade- und 1146 Normalladepunkte sind. Weitere Anbieter stellen ebenfalls Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet bereit.

Die Dringlichkeit der Maßnahmen wird durch die Statistik untermauert. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet hatte, ist die Zahl der Kabeldiebstähle massiv in die Höhe geschnellt. Gab es im gesamten Jahr 2024 lediglich fünf Vorfälle, so zählte man allein von Januar bis Oktober 2025 schon circa 60 Taten.

Hoher Schaden, geringer Materialwert

Laut dem Automobilclub Verkehr (ACV) entsteht pro Diebstahl ein Schaden zwischen 5000 und 8000 Euro. Im Gegensatz dazu liegt der Materialwert des entwendeten Kupfers laut Schätzungen bei lediglich rund 50 Euro.

Ein ACV-Sprecher erläuterte, dass defekte Ladepunkte zu Umleitungen und Wartezeiten führen. Er sagte, sie könnten „insbesondere bei niedrigem Ladestand die Weiterfahrt erheblich erschweren“. Derartige Ereignisse untergraben das Vertrauen der Verbraucher. „Wiederholte Ausfälle können deshalb auch das Vertrauen in die Alltagstauglichkeit der Elektromobilität beeinträchtigen“, fügte der Sprecher hinzu. (red)