Tat im Wahn geschehenMann wegen versuchten Mordes an schwangerer Ehefrau vor Kölner Landgericht

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Außenansicht des Eingangs des Amts- und Landgericht Köln.

Der Eingang zum Landgericht und Amtsgericht auf dem Gelände des Justizzentrum Köln Luxemburger Straße.

Der Mann habe aufgrund seiner paranoiden-halluzinatorischen Schizophrenie geglaubt, dass seine Familie ihm etwas antun wolle.Daraufhin stach er auf seine Frau ein.

Ein 35 Jahre alter Mann steht seit Donnerstag wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung an seiner schwangeren Ehefrau vor dem Landgericht. Dadurch habe er das ungeborene Kind in „die Gefahr des Todes“ gebracht, lautet ein Vorwurf der Staatsanwaltschaft.

Laut Anklage soll der Mann in „erheblich schuldvermindertem Zustand“ aufgrund einer paranoiden- halluzinatorischen Schizophrenie gehandelt haben. In dem Prozess beantragt die Staatsanwaltschaft die dauerhafte Unterbringung des Mannes mit norwegischer und tunesischer Staatsangehörigkeit in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Kölner Landgericht: Angeklagter sah sich irrtümlicherweise von seiner Familie bedroht

Laut der Antragsschrift der Staatsanwaltschaft soll der Mann am 28. September 2022 in „realitätsverzerrender Weise“ davon ausgegangen sein, dass seine Familie Vorbereitungen treffe „ihm etwas anzutun“, sagte Staatsanwalt Daniel Dohm. Daraufhin soll der Mann ein Küchenmesser genommen und seiner Frau damit einmal von hinten links in den Hals gestochen haben. Dabei sei die Schlüsselbein-Arterie getroffen und die Frau erheblich verletzt worden, hieß es in der Anklage. Nur nach einer stundenlangen Notoperation, während der auch das ungeborene Kind per Kaiserschnitt lebend zur Welt gebracht wurde, habe das Leben der Frau gerettet werden können.

Der Angeklagte gab an, dass er sich an die Tat selbst nicht erinnern könne. Er habe aber Panikattacken am Tattag gehabt, teilte der 35-Jährige mit. Der Prozess wird fortgesetzt. (bks)

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