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Totschlag in Köln-DünnwaldVier Jahre Gefängnis nach Streit unter Nachbarn

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Blut am Hauseingang: Die Polizei sicherte nach dem tödlichen Streit Spuren in einem Haus an der Berliner Straße.

Köln – Der 49-Jährige, der im Dezember 2018 seinen 55 Jahre alten Nachbarn im Treppenhaus des gemeinsam bewohnten Mehrfamilienhauses in Dünnwald erstochen hat, ist am Dienstag vom Landgericht wegen Totschlags zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die Verkündung des Strafmaßes wurde von Teilen der Zuschauer, vor allem von Freunden und Angehörigen der Opferfamilie mit Unmut quittiert.

In der Urteilsbegründung führte das Gericht aus, bereits seit 2017 habe ein Konflikt um Lärmbelästigung zwischen den Familien des Angeklagten und des späteren Opfers geschwelt. Mehrere Gespräche und eine Vorsprache der Familie beim Vermieter hätten aber nicht zu einer Lösung geführt. Auch, weil der Angeklagte bestritt, der beklagte Lärm komme aus seiner Wohnung.

Am Tatabend waren die Männer im Treppenhaus zufällig aufeinandergetroffen, wo es zu einem Streit kam. Das Gericht konnte nicht ausschließen, dass der 55-Jährige dabei die Kinder des Angeklagten als „Viecher“ beschimpft und den aus Äthiopien stammenden Angeklagten mit deutscher Staatsangehörigkeit rassistisch beleidigt habe. Zudem wurde festgestellt, dass der Angeklagte den Geschädigten mit einem Schlüsselbund am Kopf verletzt hatte.

Letztendlich konnte das Gericht auch nicht sicher klären, warum der Angeklagte, der gerade Wäsche aus dem Keller geholt hatte, ein Messer dabeihatte. Der Angeklagte hatte ausgesagt, er habe wenige Tage vor der Tat im Keller eine Wäscheleine ausgebessert. Nachdem der Angeklagte mit dem Schlüssel am Kopf getroffen worden war, habe er zu dem Messer gegriffen und damit insgesamt sechs Mal zugestochen. Der Geschädigte war noch am Tatort seinen Verletzungen erlegen. (bks)