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Trockenheit und HitzeRheinpegel in Köln fällt weiter – Kaub erreicht Rekordtief von 2018

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Boote liegen im Rheinauhafen auf Grund. Die Trockenheit sorgt für Tiefstände am Rhein.

Boote liegen im Rheinauhafen auf Grund. Die Trockenheit sorgt für Tiefstände am Rhein.

Der Rhein führt weiter extrem wenig Wasser. Wie nah Köln jetzt am historischen Tiefstand ist.

Der Rheinpegel in Köln bleibt auf einem außergewöhnlich niedrigen Niveau. Am Freitagmorgen (31. Juli) um 5 Uhr wurde am Pegel Köln ein Wasserstand von 71 Zentimetern gemessen. Nach der Prognose der Bundesanstalt für Gewässerkunde soll der Pegel bis 17 Uhr auf 69 Zentimeter sinken. Für Samstagmorgen um 7 Uhr werden allerdings wieder 70 Zentimeter vorhergesagt.

Damit bewegt sich der Rhein in Köln weiter in unmittelbarer Nähe seines historischen Tiefststands. Der bisherige Negativrekord liegt bei 69 Zentimetern und wurde am 23. Oktober 2018 gemessen.

Pegel Kaub erreicht Tiefstwert aus 2018

Während Köln den Rekord weiter im Blick hat, ist er am Mittelrhein bereits erreicht. Am Pegel Kaub in Rheinland-Pfalz sank der Wasserstand auf 25 Zentimeter und zog damit mit dem bisherigen Tiefstwert aus dem Jahr 2018 gleich. Nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Rhein ist das der niedrigste dort jemals gemessene Pegelstand.

Ein Passagierschiff passiert die Zollburg Pfalzgrafenstein am Rhein bei Kaub. Aufgrund der niedrigen Wasserstände ist der Schiffsverkehr fast zum Erliegen gekommen.

Ein Passagierschiff passiert die Zollburg Pfalzgrafenstein am Rhein bei Kaub. Aufgrund der niedrigen Wasserstände ist der Schiffsverkehr fast zum Erliegen gekommen.

Dass sich die Lage bereits Ende Juli so zuspitzt, ist nach Einschätzung von Fachleuten ungewöhnlich. Die Bundesanstalt für Gewässerkunde weist darauf hin, dass die niedrigsten Pegelstände normalerweise erst im Spätsommer oder Herbst erreicht werden. Ursache der aktuellen Entwicklung sind vor allem Trockenheit und Hitze. Regionale Schauer könnten die Situation allenfalls kurzfristig entspannen.

Nicht nur Schifffahrt leidet – auch Tiere und Pflanzen

Die Folgen des Niedrigwassers sind bereits spürbar. Nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts kann die Schifffahrt ihre Schiffe nur noch eingeschränkt beladen. „Die Schifffahrt kann weniger zuladen, die Fahrten werden dadurch mit fallendem Pegel unwirtschaftlicher.“ Auch hohe Wassertemperaturen setzen Tieren und Pflanzen im Rhein zusätzlich zu.

Das hat bereits Auswirkungen auf die Schiffe, die bei den Kölner Lichtern fahren. Immerhin deutet die aktuelle Vorhersage für Köln zunächst auf eine leichte Stabilisierung hin. Ob das reicht, um einen neuen Negativrekord zu verhindern, hängt von der weiteren Wetterentwicklung und den Niederschlägen im Einzugsgebiet des Rheins ab. (sbo mit dpa)