Abo

Tropen-Viren am RheinWarum Urlauber Mücken anstecken und was sie tun können

2 min
Eine Mücke sitzt auf einem Arm

Mücken können nicht nur Krankheiten übertragen - sie können sich beim Stich auch erst infizieren und Viren dann an andere Menschen weitergeben.

Gefahr durch Tigermücken in Köln: Warum sich Tropen-Urlauber auch nach der Rückkehr vor Stichen schützen sollten.

Eine verborgene Bedrohung lauert nach Reisen in tropische Gebiete. Ein Fachmann erläutert die Notwendigkeit des Mückenschutzes auch nach der Rückkehr.

Personen, die aus tropischen oder subtropischen Zonen heimkehren, wird ein sorgfältiger Schutz vor Insektenstichen in den eigenen vier Wänden nahegelegt. „Wir empfehlen, dass Reiserückkehrer noch zwei Wochen konsequent darauf achten, damit sie die Mücken nicht anstecken“, äußert Tomas Jelinek, der Präsident der Deutschen Fachgesellschaft für Reisemedizin.

Hinter diesem besonderen Ratschlag steht das Risiko der Einschleppung von Viren wie Dengue oder Chikungunya durch heimkehrende Urlauber. Speziell eine Infektion mit Dengue verläuft oft unbemerkt, weil die Krankheit häufig symptomfrei bleibt. Sollte eine hierzulande ansässige Tigermücke das Blut einer angesteckten Person aufnehmen und anschließend eine weitere Person stechen, ist eine Übertragung des Virus möglich.

Übertragungsrisiko durch Tigermücken

Jelinek unterstreicht, dass dieses Szenario nicht rein hypothetisch ist. In südlichen Teilen Europas, wo eine starke Ausbreitung von Tigermücken zu verzeichnen ist, ereignen sich seit Jahren wiederholt lokale Ausbrüche der Krankheit. Die Insekten nehmen dort die Erreger von heimkehrenden Reisenden auf und verbreiten sie anschließend unter der lokalen Bevölkerung.

Tigermücken sind ebenfalls in Deutschland, insbesondere im südlichen Teil des Landes, vermehrt anzutreffen. Folglich steigt auch in der Bundesrepublik das Risiko einer lokalen Weitergabe der Viren.

Mediziner mahnt zur Vorsicht in der Rheinregion

Jelinek äußert sich mit Bezug auf die hiesige Gegend: „Wenn ihr beispielsweise aus Thailand zurückkommt und euch dann in die Rheinauen setzt, wo es diese Mücken gibt, dann riskiert ihr einfach, dass die Mücken infiziert werden.“ Thailand zählt zu den zahlreichen Staaten, in denen das Dengue-Fieber vorkommt. Der Mediziner ergänzt: „Das kann euch persönlich egal sein, aber es ist halt nicht nett gegenüber anderen“.

Aus diesem Grund wird geraten: Nach der Reise sollte bei Unsicherheit an langärmelige Bekleidung sowie Insektenschutzmittel gedacht werden. Auf diese Weise wird nicht nur die eigene Person vor Stichen bewahrt, sondern es werden mittelbar auch Mitmenschen vor einer potenziellen Infektion geschützt.

Jelinek prognostiziert, dass in naher Zukunft auch in Deutschland kleinere Ausbrüche von Krankheiten auftreten werden, die eigentlich aus den Tropen stammen. Jeder Urlaubsrückkehrer kann laut dem Mediziner jedoch durch ein wenig Umsicht das Risiko hierfür reduzieren. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.