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Überfall auf FanbusPolizei durchsucht Wohnungen der Ultragruppe „Eagles“

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Polizei NRW Auto Symbol Tageslicht

Polizeiauto (Symbolbild)

Köln – Nach dem Überfall auf einen Fanbus des Fußball-Drittligisten FC Viktoria Köln Ende Januar ist der Polizei offenbar ein Durchbruch gelungen. Wie Behörden mitteilten, wurden am Donnerstagmorgen bei der Durchsuchung der Wohnungen von sieben Mitgliedern einer Ultragruppierung verschiedene Beweismaterialien sichergestellt. In den Wohnungen, von denen sich jeweils drei in Köln und im Rhein-Sieg-Kreis sowie eine im Rhein-Erft-Kreis befinden, stießen die Beamten neben Tatbekleidung, Vermummungsmaterial und Schlagwerkzeugen auch auf Beute.

Alte Rivalen

Wie die Rundschau aus Justizkreisen erfuhr, handelt es sich bei den Tatverdächtigen um Mitglieder der Ultra-Gruppierung „Eagles“ des Stadtrivalen Fortuna Köln. Den Männern wird vorgeworfen, am 25. Januar an dem Angriff auf einen Fanbus des FC Viktoria beteiligt gewesen zu sein und dabei einen Mann ausgeraubt und schwer verletzt zu haben. Die Staatsanwaltschaft bewertet die Tat als gefährliche Körperverletzung. Die Tatverdächtigen schweigen bisher zu den Vorwürfen und lassen sich anwaltlich vertreten. Der Überfall hatte sich bei Dunkelheit am Sportpark Höhenberg nach der Rückankunft des Fanbusses vom Auswärtsspiel beim Chemnitzer FC ereignet. In dem Bus saßen auch Frauen und Jugendliche. Etwa 20 bis 30 Vermummte griffen den Bus an. Viktoria und Fortuna hatten die Tat, bei der auch Sachschaden am Bus entstanden war, bereits kurz danach scharf verurteilt. (ta)