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Zwei Tote am EifeltorStaatsanwaltschaft ermittelt gegen 32‑Jährigen – Gutachten soll Klarheit bringen

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Nach einem Arbeitsunfall auf dem Güterbahnhof Eifeltor starben zwei Menschen (Archivfoto).

Nach einem Arbeitsunfall auf dem Güterbahnhof Eifeltor starben zwei Menschen (Archivfoto).

Zwei Männer stürzten in die Tiefe und starben. Nun sollen ein Gutachten und neue Zeugenaussagen klären, was am Güterbahnhof Eifeltor schiefging.

Ein Gutachten der Bezirksregierung und neue Zeugenaussagen sollen jetzt klären, ob tatsächlich ein 32‑jähriger Verdächtiger für den tödlichen Arbeitsunfall am Güterbahnhof Eifeltor verantwortlich ist, bei dem im Dezember zwei Männer starben. Das teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Köln, Sinan Sengöz, mit. Demnach sei die Behörde „aktuell mit der Auswertung und Bewertung dieser Zeugenaussagen befasst. Darüber hinaus wurde eine fachliche Stellungnahme von der zuständigen Bezirksregierung Köln - Amt für Arbeitsschutz - eingeholt, die nunmehr ebenfalls auszuwerten und sodann rechtlich zu würdigen sein wird.“

Bei dem Unfall waren im Dezember zwei Arbeiter im Alter von 83 und 63 Jahren ums Leben gekommen. Sie hatten auf einer mobilen Hebebühne Wartungsarbeiten an einer Verladebrücke durchgeführt, als nach bisherigen Erkenntnissen der Führer einer benachbarten Verladebrücke sein Gerät in Bewegung setzte – offenbar ohne Kenntnis der dort laufenden Arbeiten. Die Brücke kollidierte mit der Hebebühne, die daraufhin umkippte. Beide Männer stürzten rund 20 Meter in die Tiefe und wurden anschließend von der Hebebühne unter sich begraben.

Arbeiter waren für Drittunternehmen tätig

Für den 83-Jährigen kam jede Hilfe zu spät: Trotz unverzüglich eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen starb er noch am Unfallort. Der 63-Jährige wurde mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht und notoperiert, er erlag jedoch am Abend seinen Verletzungen. Die Obduktion der Männer ergab, dass sie an einem Polytrauma verstorben sind – also an mehreren gleichzeitig auftretenden schweren Verletzungen in verschiedenen Körperregionen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen 32-jährigen Beschuldigten wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung. Ihm könnte eine Sorgfaltspflichtverletzung vorzuwerfen sein. Zu Einzelheiten der laufenden Maßnahmen äußerte sich die Behörde mit Verweis auf die andauernden Ermittlungen nicht weiter.

Das hohe Alter der Arbeiter hatte Fragen aufgeworfen. Die beiden Getöteten waren für ein Drittunternehmen tätig, nicht für die Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene-Straße (DUSS), die den Güterbahnhof betreibt und eine Tochter der Deutschen Bahn ist. Nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ handelte es sich bei dem 83-Jährigen um den ehemaligen Leiter des Drittunternehmens.