Insgesamt fließen 27,1 Millionen in die Projekte, der Rest geht an beteiligte Partnerstandorte.
Krebsforschung und PflanzengenetikUni Köln erhält weitere 17 Millionen Euro für Sonderbereiche

Das Hauptgebäude der Universität Köln.
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Die Universität zu Köln bekommt weitere finanzielle Mittel für zwei große Forschungsverbünde aus der Medizin und der Pflanzengenetik: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert zwei sogenannte Sonderforschungsbereiche (SFB) der Hochschule für jeweils eine weitere Förderphase. Zusammen fließen rund 27,1 Millionen Euro in die Projekte – davon stehen etwa 16,9 Millionen Euro direkt der Kölner Universität zur Verfügung. Der Rest geht an beteiligte Partnerstandorte.
Der Erforschung von Lymphomen, also Krebserkrankungen der Lymphknoten, widmet sich der Sonderforschungsbereich 1530. Die Förderung beläuft sich auf 10,3 Millionen Euro über dreieinhalb Jahre. Ziel des Verbundes ist es, die Heilungsrate bei Patienten mit besonders schwer zu behandelnden Formen des Lymphknotenkrebses zu verbessern – durch neue Therapien, die gezielt Krebs auslösende Signalwege unterbrechen und die Umgebung der Tumorzellen beeinflussen.
Uni Köln: Mittel für Pflanzenforschung
Sprecher des Sonderforschungsbereichs ist Professor Michael Hallek, Direktor der Klinik I für Innere Medizin sowie des Centrums für Integrierte Onkologie. Zusätzlich zu Köln sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin, Frankfurt, Duisburg und Essen beteiligt.
Der zweite geförderte Verbund, der Sonderforschungsbereich „Ökologische Genetik der Pflanzen“, erhält rund 11,9 Millionen Euro über vier Jahre. Die Forschenden untersuchen, wie Pflanzen auf Umweltveränderungen reagieren – etwa auf Ressourcenknappheit, Trockenstress oder die Konkurrenz mit anderen Pflanzenarten. Die Erkenntnisse sollen künftig zum Schutz natürlicher Ökosysteme beitragen.
Sprecherin Juliette de Meaux sagt: „Wir werden weiterhin die genetischen Grundlagen der ökologischen Diversifizierung in Pflanzen untersuchen. Diese zweite Förderphase wird besonders spannend sein, da wir beabsichtigen, Daten über Arten, pflanzliche Merkmale und Umweltbedingungen hinweg zu integrieren – mithilfe modernster KI-Methoden und ambitionierter Modelle.“ Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ist ebenfalls Antragsteller bei dem Projekt. (gam)
