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Unrat in RaderbergImmer wieder Ärger um illegalen Müll am Kölner Großmarkt

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Muell am Großmarkt

Auf dem Gelände liegt massenweise illegaler Müll. 

Köln – Berge von Kartons und Verpackungsresten, verdorbene Lebensmittel, ausrangierte Kühlschränke und Möbel, alte Autoreifen und sogar Schrottautos: Auf dem Großmarktgelände in Raderberg türmen sich immer wieder Unmengen von Unrat, Händler sprechen von unhaltbaren Zuständen. Am Dienstag starteten die Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) eine mehrtägige Reinigungsaktion auf dem Areal.

Eine große Aufräumaktion ist in Raderberg zu Gange

Sechs Mitarbeiter waren mit Gabelstapler und Radlader im Einsatz, um die Müllberge auf der großen Platzfläche wegzuschaffen, insbesondere an und unterhalb der Laderampen. Laut einer AWB-Sprecherin wurden vier große Container à 36 Kubikmeter mit Sperrmüll, Paletten sowie faulenden Obst- und Gemüseresten gefüllt und entsorgt. „Hinzu kamen diverse Elektroaltgeräte und 15 Kubikmeter Altreifen.“ Am Mittwoch werde die Aktion auf den schwerer zugängigen Flächen fortgesetzt, dabei solle der Boden mit einer Kehrmaschine gereinigt werden. Bis zu vier Arbeitstage haben die AWB für diese Grundreinigung eingeplant, um der wilden Müllablagerung Herr zu werden. „Auch wenn wir am Dienstag schnell voran gekommen sind und unsere Mitarbeitenden wieder mal eine starke Leistung gezeigt haben, können wir aktuell nicht abschätzen, ob wir weniger Zeit benötigen“, so die Sprecherin.

Immer wieder übten Händler des Großmarktes Kritik

Die Reinigungsaktion geht zurück auf die seit langem vorgetragene Kritik der Großmarkthändler. Die Bezirksvertretung Rodenkirchen hatte am 13. Juni die Stadtverwaltung beauftragt, „dass die im Außenbereich des Großmarkts in Köln-Raderberg befindlichen Freiflächen mit einem zeitnahen Beginn in kurzen zeitlichen Abständen regelmäßig umfassend gereinigt und von Müll befreit werden“. Doch ist es am Ende eine Sisyphos-Arbeit, weil auf dem Areal immer wieder neuer Müll abgeladen wird?

Wie Michael Rieke, Sprecher der Interessengemeinschaft Kölner Großmarkt, betont, stammt der größte Teil des Mülls von außerhalb. Vor allem an Wochenenden und Feiertagen kämen Betriebsfremde mit Transportern auf das Gelände, um dort illegal Sperrmüll zu entsorgen.

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Die Stadt will jetzt den Zugang limitieren. „Das Gelände hat derzeit vier Zufahrten, die künftig auf eine Zu- und eine Ausfahrt begrenzt werden sollen“, erklärte eine Stadtsprecherin auf Anfrage. Grundsätzlich dürfen nur Personen, die eine Zugangsberechtigung haben, auf den Großmarkt. Doch bisher kommt jeder auf das Gelände, der ein Parkticket zieht. Nun prüfe die Stadt, „ob eine Kontrolle an der Schranke ermöglicht werden kann“, so die Sprecherin. Die Marktverwaltung werde die Zugangskontrollen verstärken, und das Ordnungsamt werde „mehr Präsenz zeigen und Vergehen ordnungsrechtlich ahnden. Das kann bis zur Erteilung eines Marktverbotes führen. Wer beim Abladen von Müll erwischt wird, muss mit einer Geldbuße in Höhe von bis zu 10 000 Euro rechnen.“ Auch über eine Kameraüberwachung denke man nach. „Dies muss jedoch noch datenschutzrechtlich geprüft werden. Darüber hinaus arbeitet die Verwaltung an einer personellen Verstärkung der Großmarktaufsichten.“