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Verkehrsübung in KölnVierte Klasse verschwindet im „Toten Winkel“ eines LKW

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Schüler lernen auf dem Heumarkt, wie gefährlich der tote Winkel sein kann.

Köln – Eine Schulklasse steht auf einem großen Dreieck, das mit einer Plane auf dem Boden gekennzeichnet ist. Neben ihnen ein großer LKW. Die Schüler und Schülerinnen sind allesamt im „Toten Winkel“ des Lastwagens. Das Kind, das auf dem Fahrersitz im Wagen sitzt, kann seine Mitschüler also nicht sehen. Lynn findet das gefährlich. „Das denkt man gar nicht, dass man das alles nicht sieht“, sagt die 10-Jährige. Die Aktion „Toter Winkel“ vom ADAC, der Stadt Köln und der Polizei zeigt Kindern schon seit 2009, wie gefährlich dieser ist. „Jedes Kind soll das persönlich erlebt haben“, sagt Roman Suthold vom ADAC. Also sitzen alle Schüler einmal selbst auf dem Fahrersitz. Bis zu den Sommerferien werden noch 300 Klassen an dem Projekt teilnehmen.

Abbiegeassistenten ab 2024 Pflicht

Ab 2024 müssen alle neu zugelassenen LKW und Busse einen Abbiegeassistenten haben. Das heißt, dass die Fahrzeuge an der Seite mit Sensoren ausgestattet sind, die den Fahrer entweder akustisch oder mit Kameras alarmieren, wenn sie Bewegung neben dem Fahrzeug wahrnehmen. Laut Unfallforschung der Versicherer könnten so 60 Prozent aller Unfälle mit getöteten oder schwer verletzten Fahrradfahrern in Deutschland verhindert werden. Ernst Klein, Leiter der Verkehrsinspektion 1 der Polizei Köln, steht der Idee noch etwas skeptisch gegenüber. „Wo soll der Fahrer denn noch hingucken“, fragt er. Trotzdem unterstütze er die Aktion „Toter Winkel“ vollkommen. Die Kinder sollten lernen, wo die Gefahr sei. Und das erstmal unabhängig davon, wer Vorfahrt hat. „Wenn auf deinem Grabstein steht: Der hatte Vorfahrt, dann nützt dir das nichts“, sagt Klein. (lb)