Köln – Die CDU-Bundestagsabgeordnete Ursula Heinen-Esser wird zur Wahl 2013 nicht mehr antreten. Die Parlamentarische Staatssekretärin nennt für ihre Entscheidung familiäre Gründe. Damit stehen beide amtierenden CDU-Abgeordneten aus Köln nicht mehr für eine erneute Kandidatur zur Verfügung – vor einer Woche hatte auch Dr. Michael Paul seinen Rückzug erklärt. „Als Mutter einer sechsjährigen Tochter, mit deren Schulanfang in Köln neue Herausforderungen auf uns zu gekommen sind, sehe ich mich nur noch mit Mühe in der Lage, eine gute Erziehung zu vermitteln, wenn ich fast die Hälfte des Jahres in Berlin präsent bin“, teilte Heinen-Esser mit. Den Wunsch nach mehr Nähe zu ihrer Familie hatte sie im März auch als Motiv für ihre Bewerbung um ein Landtagsmandat angegeben, das sie dann doch nicht wahrnahm. „Insofern war ich von der Entscheidung überrascht, die ich aber verstehe und respektiere“, sagte Kölns CDU-Parteichef Bernd Petelkau. Mit Ablauf der Legislaturperiode ist Heinen-Esser 15 Jahre Mitglied des Bundestages, seit fünf Jahren ist sie Parlamentarische Staatssekretärin. Wer den Wahlkreis I (Porz, Kalk und Innenstadt) von ihr übernimmt, ist noch unklar.
Chancen rechnet sich die CDU vor allem im Wahlkreis Köln II (Lindenthal und Rodenkirchen sowie Altstadt- und Neustadt-Süd) aus. Als Kandidatin im Gespräch ist die Ex-Landtagsabgeordnete Andrea Verpoorten, der als Landesschatzmeisterin Chancen auf einen guten Listenplatz eingeräumt werden. Auch Kölns Schatzmeister Artur Tybussek zieht nach eigenen Worten eine Kandidatur in Erwägung. Anders als der Ex-Landtagsabgeordnete Dr. Martin Schoser, der sich auf seine neue Aufgabe als Geschäftsführer des Bundes Katholischer Unternehmer konzentrieren will. Als mögliche Kandidaten genannt werden auch CDU-Vorstandsmitglied Prof. Heribert Hirte sowie Peter Kurth, den die Union 2009 als Bewerber um das Amt des Oberbürgermeisters ins Rennen schickte.
Petelkau geht davon aus, dass im Wahlkreis IV (Mülheim und Leverkusen) erneut Dr. Thomas Portz antritt.
