Nach dem vielkommentierten Video eines Kölners über den Grüngürtel, haben wir auf Instagram gefragt, welche Parks noch betroffen sind.
Zu wenig Beleuchtung?Diese Kölner Parks sind nachts Angsträume für unsere Follower

Auch der Beethovenpark wird als zu wenig beleuchtet kritisiert. Die Stadt beruft sich auf den Naturschutz.
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Der Volksgarten, der Grüngürtel, der Blücherpark: Wenn Kölnerinnen und Kölner aufzählen, in welchen Parks sie nachts nur ungern unterwegs sind, fallen diese drei Namen am häufigsten. Das ist das Ergebnis einer Instagram-Umfrage, die der Kölner Stadt-Anzeiger nach dem Bericht über die fehlende Beleuchtung am Aachener Weiher gestartet hat. Die Frage lautete: „Welche Parks sollten besser beleuchtet werden?“
Vergangene Woche hatte der Kölner Content-Creator Noel in einem Video die Lichtverhältnisse in den Grünanlagen der Stadt kritisiert. Dutzende Kommentare gaben ihm recht. Die Rückmeldungen auf unsere Umfrage zeigen: Das Thema endet nicht am Hiroshima-Nagasaki-Park.
Neben den drei Spitzenreitern nennen viele die Poller Wiesen und den Beethovenpark. Dazu kommen kleinere Grünflächen wie der Max-Dietlein-Park in der Innenstadt, und auch der Mülheimer Stadtgarten wird kritisiert.
„Als Frau setzt man da keinen Fuß hin“
Am häufigsten begründen die Teilnehmenden ihren Wunsch nach Beleuchtung mit dem eigenen Sicherheitsgefühl. „Im Winter morgens mit dem Hund spazieren ist nicht so schön im Dunkeln“, schreibt eine Leserin über den Max-Dietlein-Park. Ein Leser fordert Licht in allen Parks: „Es dient zur absoluten Sicherheit.“
Viele vermissen Beleuchtung nicht nur auf ihren Freizeitstrecken, sondern auch auf ihren Alltagsrouten – zur Frühschicht, zur Bahn, nach Hause. Entsprechend reicht die Kritik über Grünanlagen hinaus: Mehrfach genannt werden auch schlecht beleuchtete Fußwege sowie Bus- und Bahnhaltestellen.
Gegenstimmen fordern Naturschutz
Noel, der die Debatte angestoßen hat, sagte dieser Redaktion: „Es gibt Leute in der Gesellschaft, die geschützt werden müssen.“ Er meint damit nicht nur die Angst vor Übergriffen, sondern auch Menschen, die auf einsehbare Wege angewiesen sind – seine Mutter etwa nutzt einen Rollstuhl.
Aber nicht alle Rückmeldungen fordern mehr Licht. „Lasst den Tieren doch ein bisschen Raum in der Stadt“, schreibt ein Leser. Ein anderer verweist auf die Lichtverschmutzung, die in der Innenstadt ohnehin hoch sei.
Stadt Köln: Beleuchtungsverbot seit 2004
Auf dieser Seite der Debatte steht auch die Stadt Köln. „Park- und Grünanlagen sind in Köln grundsätzlich beleuchtungsfrei zu lassen“, hatte eine Sprecherin auf Anfrage mitgeteilt. Grundlage ist ein Beschluss des Ausschusses für Umwelt und Grün aus dem Jahr 2004; nahezu alle Kölner Grünanlagen sind nach dem Landschaftsplan von 1991 als Landschafts- oder Naturschutzgebiete ausgewiesen.
Ausnahmen seien nur in eng begrenzten Fällen möglich – etwa bei stark frequentierten Wegen, die zwei Straßen verbinden und zu denen es keine Alternative gibt. Der Hiroshima-Nagasaki-Park gehöre nicht dazu. Eine rechtliche Pflicht, öffentliche Grünflächen zu beleuchten, bestehe nicht.
