Abo

Weniger Menschen in KölnBevölkerungszahl geht das erste Mal seit Jahren leicht zurück

2 min
Kölner Dom

Köln bei Nacht

Köln – Zum ersten Mal seit 2013 geht die Bevölkerungszahl in Köln leicht zurück. Das hat die Stadt Köln am Montagmorgen mitgeteilt. Ende 2020 lag die Zahl der Einwohner demnach bei 1 088 040 Einwohner, ein Minus im Vergleich zu Ende 2019 um 3779 Einwohner (rund 0,3 Prozent).

Baudezernent Markus Greitemann begründete das mit der Corona-Pandemie,  der fehlenden Mobilität sowie verringerter Umzugsbewegungen. Das ist seiner Aussage nach ein bundesweiter Trend.

Laut des Statistik-Amtes der Stadt Köln spielen auch Geburten und Todesfälle eine wesentliche Rolle. Demnach sind die Geburten 2020 um 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen, dieser Trend besteht schon seit 2017, verstärkte sich aber in der Pandemie.

Die Sterbefälle haben 2020 um vier Prozent zugenommen, mehr Sterbefälle gab es zuletzt 1996. Demnach beobachtet die Stadt eine Übersterblichkeit  infolge der Corona-Pandemie, verstärkt in den Monaten April, Oktober, November und Dezember. Doch die Übersterblichkeit gilt demnach für das ganze Jahr, sie setzt sich in 2021 auch fort.

Die Zahl der Zuzüge hat im Jahr 2020 um insgesamt rund 9000 abgenommen. Laut Greitemann ist fast jeder der neun Stadtbezirke davon getroffen, unter anderem in Mülheim hat die Bevölkerungsanzahl sich um 1172 Personen reduziert.

Greitemann geht davon aus, dass die Pandemie auch die Bevölkerungsentwicklung 2021 beeinflusst, deshalb kündigte er an, die für dieses Jahr vorgesehene neue Bevölkerungsprognose der Stadt Köln auf das nächste Jahr zu verschieben. (mhe)