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Semesterstart Uni Köln4.300 Erstsemester starten in Köln – Wohnraum bleibt knapp

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Die Uni Köln begrüßt 4300 Erstis. Insgesamt sind 42.500 eingeschrieben.

Die Uni Köln begrüßt 4300 Erstis. Insgesamt sind 42.500 eingeschrieben. (Archivbild)

Nur jeder fünfte Student erhält aktuell einen Wohnheimplatz. Die Wohnungsnot ist besonders zum Wintersemester akut. Zahlen und Fakten rund um den Semesterstart.

Die Vorlesungssäle der Stadt füllen sich wieder, am Montag (12. Oktober) startet die Uni Köln ihren Lehrbetrieb. Sie begrüßt rund 4300 neue Studierende. In der Aula am Hauptgebäude begrüßen Rektor Joybrato Mukherjee, Prorektorin Beatrix Busse und Bürgermeisterin Teresa De-Bellis-Olinger die „Erstis“.

Insgesamt zählt die Uni Köln zum neuen Wintersemester 42.500 Studierende aus 125 Ländern. Davon studiert etwa ein Fünftel auf Lehramt. An den 25 Kölner Hochschulen sind insgesamt 100.000 Studierende eingeschrieben.

Das bedeutet, dass der Wohnungsmarkt zum Semesterstart, besonders im Wintersemester, angespannt ist. Wohnheimplätze des Kölner Studierendenwerks können die Not nur etwas lindern. Aktuell zählt das Werk 4650 Plätze. Zum Wintersemester bekommt nur jeder Fünfte einen Platz, auf das ganze Jahr gesehen beträgt die Vermittlungsquote laut Sprecher Klaus Wilsberg 27 Prozent.

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„Zum Stichtag 15. September hatten wir knapp 2700 Studis auf der Warteliste.“ Das Studierendenwerk ist darum bemüht, die Zahl der Plätze zu erhöhen, was angesichts der Flächenknappheit in Köln eine Herausforderung ist. Als nächstes geht der Campus Kartause in der Südstadt „ans Netz“, so Wilsberg.

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Klaus Wilsberg von Kölner Studierenden Werk
Foto: Martina Goyert

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Ab Januar 2028 kommen in der Südstadt 41 neue Plätze hinzu. Die millionenschwere Sanierung des Spoho-Turms in Müngersdorf, der 332 Plätze hat, verzögert sich abermals, wie Wilsberg dieser Redaktion mitteilte. Es sei nicht von einem Bezug vor Anfang 2030 auszugehen. „Die Verzögerungen sind hauptsächlich auf immer neue Schadstofffunde im Fortgang der Sanierungsarbeiten zurückzuführen.“

In Wohnheimen zahlen Studierende deutlich weniger: Die Preise gehen von 200 bis knapp unter 500 Euro. Die Durchschnittsmiete für ein Wohnheimzimmer beträgt 354 Euro. WG-Zimmer auf dem freien Markt in Köln zählen zu den teuersten in Deutschland. Nach einer aktuellen Statistik des Moses-Mendelssohn-Instituts beträgt die Warmmiete 640 Euro im Median pro Monat.

Der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) richtet jedes Jahr im Oktober eine Notschlafstelle ein für jene, die leer ausgegangen sind. Das betrifft insbesondere internationale Studierende. „Die studentische Wohnungsnot ist menschenunwürdig. So wie es ist, kann es jedoch nicht bleiben“, teilt der Asta mit, der auch die hohe studentische Armut beklagt. Mehr als ein Drittel der Studierenden (37,8 Prozent) in Deutschland gilt als armutsgefährdet.

Darunter fallen Menschen, die über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung verfügen. Bei Alleinlebenden sind das rund 1300 netto im Monat. Der Bafög-Höchstsatz beträgt aktuell 992 Euro, steigt nach der jüngsten Bafögreform jedoch sukzessive auf 1080 ab Winter 2027 und auf 1140 Euro ab Sommer 2028 an. In Köln beziehen 12.000 Studierenden Bafög.