Köln – „Bei den geplanten Ausbauprojekten für unser S-Bahnnetz von Köln ins Umland binden wir betroffene und besorgte Bürger frühzeitig mit ein“, hebt Michael Vogel hervor. Für den Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS) ist die Kommunikation für die anvisierten Mobilitätsveränderungen im Rheinland nicht nur in diesem Bereich ein wichtiger Baustein. Das Motto „Gemeinsam die Zukunft der Mobilität im Rheinland gestalten“ für die am Dienstag erstmals veranstaltete Mobilitätsakademie in Köln-Vogelsang sei daher sehr bewusst gewählt, so Vogel.
VRS, AVV und NVR planen 300 neue Mobilstationen
Zu der ganztägigen Informationsveranstaltung luden der VRS, der Aachener Verkehrsverbund (AVV) und der Nahverkehr Rheinland (NVR) interessiertes Fachpublikum, Politiker und Studenten ein. In Workshops, Fachvorträgen und einem „Infomarkt“ mit Themenständen wurde präsentiert, wie die Verkehrsverbünde sich die Mobilität in den Städten und der Region des Rheinlandes in Zukunft vorstellen.
„Wir wollen in den kommenden zwei Jahren rund 300 neue Mobilstationen im Verbundraum der VRS und AVV errichten“, so VRS-Mitgeschäftsführer Norbert Reinkober. Mit diesen Stationen wolle man mehr Menschen überzeugen, mit dem öffentlichen Nahverkehr zum Job oder privat unterwegs zu sein. „Radstationen, Leihräder, E-Roller-Sharing und Carsharing sollen an diesen Standorten attraktive Angebote liefern, die Kurzstrecken von den Bahnhöfen zu den Endzielen komfortabel erledigen zu können“, so Reinkober weiter.
App-basiertes Bezahlsystem soll zum Standard werden
Auch beim Ticketkauf soll sich eine Menge tun, wenn es nach den Managern der Verkehrsverbünde geht. Das VRS-Pilotprojekt „eezy-Ticket“ vom letzten Jahr soll hier Maßstäbe setzen. Dabei übernimmt eine Smartphone-App das Bezahlen im öffentlichen Verkehrsmittel automatisch über die Nutzung von GPS-Daten. Das Motto dabei lautet: Nur noch ein- und aussteigen und den Rest übernimmt die App! „Die Einführung eines solchen automatisierten Bezahlsystems würde vieles erleichtern.
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Den zeitaufwendigen Online-Ticket-Kauf ersetzt dann eine smarte Technologie“, ist Reinkober überzeugt. Die Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes bei einem solchen digitalisierten Bezahlsystem nehme man allein schon aufgrund der gesetzlichen Vorgaben ernst, so der Verkehrsmanager. Und wer darauf nicht einsteigen möchte, könne zudem weiter den klassischen Ticketkauf nutzen.
Per Taxi und Schiene: Ländliche Regionen sollen besser angebunden werden
Ein weiteres Themenfeld an diesem Tag war die bessere Anbindung der ländlichen Regionen im Verbund. Hier sollen Kooperationen mit örtlichen Taxi-Unternehmen, der Einsatz von Schnellbussen und die Reaktivierung von stillgelegten Bahntrassen Abhilfe schaffen. Mit den Ergebnissen der Akademie wollen VRS, AVV und NVR nun auf die Kommunen zugehen.



