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Zahlen rund um das lukrative GeschäftParkplätze spülen Millionen Euro in Stadtkasse

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Ein teurer Tastendruck: Über Parkautomaten nimmt die Stadt Köln viel Geld ein.

Köln – Einarmiger Bandit, städtischer Ablasskasten, Hartgeld-Schredder – Parkticketautomaten sind nicht gerade beliebt unter Autofahrern. Was nicht zuletzt daran liegt, dass sie in Veedeln wie etwa der Südstadt gerne auch mal einen Euro für 20 Minuten schlucken. Damit sind sie für die Stadt eine lukrative Einnahmequelle. Und die wird künftig noch munterer sprudeln. Denn die Automaten schießen wie Unkraut aus dem Boden. Ein Überblick.

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Millionen Euro verdient die Stadt zurzeit jährlich durch Parktickets. Die Basis dieses „kleinen“ Vermögens sind 2570 Automaten. Allerdings, das Geld fließt nicht in voller Höhe in die Stadtkassen. Ein nicht zu vernachlässigender Anteil davon muss abgerechnet werden.

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Million Euro umfasst im Schnitt und in Summe jährlich der Vertrag, der mit Wartungsfirmen abgeschlossen wird. Die Laufzeit beträgt vier Jahre. Der aktuelle Vertrag läuft zum Jahreswechsel aus. Mit Hilfe einer Ausschreibung werden die Arbeiten neu vergeben. Für das Jahr 2020 zahlt die Stadt 900.000 Euro. Bis zum Jahr 2023 steigt das Vertragsvolumen auf 1.040.000 Euro an. Für die gesamte Vertragslaufzeit über erneut vier Jahre kalkuliert die Stadt mit insgesamt 3,95 Millionen Euro. Grund für die Steigerung von Jahr zu Jahr ist die Zunahme der Automaten in diesem Zeitraum. Für das Geld müssen die beauftragten Firmen die Automaten regelmäßig leeren und warten.

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Leerungen im Jahr müssen erfolgen. Aus Sicherheitsgründen soll sich im Speicher der Ticketautomaten nicht viel Geld ansammeln. Ansonsten könnten sie zum gefundenem Fressen für Kleinkriminelle aus dem Bereich der Beschaffungskriminalität werden. Weil das Einsammeln des Geldes unter Sicherheitsvorkehrungen vonstatten geht, sieht sich die Stadtverwaltung nicht in der Lage, die Arbeit selbst zu machen: „Die Aufgabenwahrnehmung mit eigenen Kräften kommt vor dem Hintergrund der hohen sicherheitstechnischen Anforderungen nicht in Betracht.“

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Störungen müssen im Schnitt jährlich behoben werden. Manchmal liegt einfach ein technischer Defekt vor. Nicht selten werden die Automaten aber auch Opfer von Vandalismus. Sie sind halt nicht besonders beliebt. Gerne werden die Displays und die Ausgabetaste fürs Ticket beschädigt. Bringt aber nichts. Ist ein Automat defekt, muss der folgende benutzt werden – und so fort. Irgendwann geht auch dem hartnäckigsten Vandalen die Puste aus. Mutwillige Zerstörung schützt also vor dem Knöllchen nicht. Auch Mangel an Kleingeld oder EC-Karte ist kein Grund. Zumal der Griff zum Portemonnaie nicht mehr nötig ist. Entwickler von Park-Apps für Handytickets drängen auf den Markt.

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Mal wurde im Jahr 2018 ein Parkticket am Handy gekauft, anstatt am Automaten gezogen. Die Anbieter locken teilweise mit dem Service, freie Parkplätze anzuzeigen. Für die Kunden kann sich das Angebot unter anderen dadurch lohnen, dass die Parkzeit minutengenau abgerechnet wird, während am Automaten die Gebühr immer für Zeiteinheiten zu zahlen ist. Der Stadt geht durch die Dienstleistung nichts verloren. Sie bekommt die von ihr veranschlagte Parkgebühr überwiesen. Park-Apps sind im Aufwind. 2016 registrierte die Stadt rund 185.000 Transaktionen, 2017 waren es schon rund 248.000. In 2018 folgte dann nochmals eine Steigerung um rund 95.000 Parkzeiten, die über das Handy abgerechnet wurden. Der Nutzer muss statt seines Parktickets einen Aufkleber des Anbieters an der Windschutzscheibe haben. Die Politessen kontrollieren dann über das Nummernschild, ob das Parken angemeldet ist und folglich mit der Stadt abgerechnet wird.

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Parkautomaten wird es in Köln Anfang des Jahres 2021 geben. Es kommen also 370 Automaten zum Status quo dazu. Die neuen Geräte werden in Ehrenfeld und in Bayenthal installiert. Und sicherlich wird es auch dabei nicht bleiben. Steigt doch die Zahl der Parkscheinautomaten seit Jahren kontinuierlich, immerhin finanzieren sich die Geräte selbst. 2016 gab es 2.319 Geräte. In 2017 stieg die Anzahl auf 2.379 an.