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Zuspitzung im Streik an den UniklinikenVerdi fordert Machtwort vom NRW-Landtag

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Für bessere Arbeitsbedingungen demonstrierten auch in Köln Beschäftigte aus den NRW-Unikliniken.

Düsseldorf – Nach über acht Wochen Streik und 15 Verhandlungstagen für einen Tarifvertrag Entlastung für die Uniklinikbeschäftigten in NRW spitzen sich die Verhandlungen aus Sicht der Gewerkschaft Verdi zu. Sie fordert deshalb, dass der NRW-Landtag in seiner Sitzung am heutigen Donnerstag ein Machtwort spricht. „Wir hoffen, dass die Landesregierung den Knoten durchschlagen kann“, sagte Verdi-Sprecher Jan von Hagen gegenüber der Rundschau.

Da es sich bei den Unikliniken um Landeskliniken handle, stehe das Land in einer besonderen Verantwortung. Klar ist bereits jetzt, dass sich Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) äußern wird. Er hatte laut Verdi im Wahlkampf angekündigt, dass er einen „Tarifvertrag Entlastung“ unterstützen werde.

Arbeitgeber erweitern ihr Angebot

Die Arbeitgeber bieten nun sieben zusätzliche freie Tage für Mitarbeitende, die in unterbesetzten Schichten gearbeitet haben, an. Das ist eine Erhöhung um zwei weitere Tage gegenüber dem bisherigen Angebot. Zudem soll mehr Personal in der Pflege eingestellt werden. Der Personalschlüssel der Pflege solle „Spitzenniveau“ erreichen. „Wer in der Pflege einer nordrhein-westfälischen Uniklinik arbeitet, könnte sich daher zukünftig sicher sein, dass es keine besseren Regelungen in anderen Krankenhäusern gibt“, so Andrea Schmidt-Rumposch, Pflegedirektorin der Uniklinik Essen.

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Die Arbeitgeber haben auch den Personenkreis erweitert, der in den Genuss von Entlastungsleistungen kommen soll. Er erstreckt sich nun auf weitere Berufsgruppen, die nahe am Patienten arbeiten, beispielsweise im OP-Bereich, der Notaufnahme oder im Herzkatheterlabor. Verdi genügt das nicht. Man streike für alle Beschäftigten, nicht nur für die Pflege und pflegenahe Berufsgruppen, sagte von Hagen. (dha)