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Kommentar"Wie Socken zu Weihnachten"

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Zu sehen ist eine junge Frau, die lächelt.

Redakteurin Janina Rossignol über die Bank-Pläne in Overath für Jugend und Senioren.

Redakteurin Janina Rossignol zu den Overather Bank-Plänen für Jugend und Senioren.

Die Idee, für Jugendliche Bänke aufzustellen, damit sie mehr Aufenthaltsmöglichkeiten haben, wirkt ein bisschen wie Socken zu Weihnachten geschenkt zu bekommen. Man weiß, jeder braucht sie, sie sind praktisch und nie fehl am Platz. So richtig Mühe gegeben hat man sich aber auch nicht. Denn mit einer Bank kann man eben nicht wahnsinnig viel anfangen. Realistisch betrachtet findet man eher Energiedrinkdosen und E-Zigaretten-Abfälle an solchen Orten vor, denn: Womit soll man sich sonst die Zeit vertreiben?

Ob sich außerdem so viele Jugendliche finden werden, die Lust darauf haben, Bänke zu bauen, wage ich zu bezweifeln. Das klingt eher nach einer Aufgabe, zu der Mama und Papa einen zu Hause verdonnern, wenn sie sagen: „Ich habe einen Anschlag auf dich vor.“

In vier Jahren, in denen man sich des Problems bewusst war, hätte man meinen können, dass etwas Originelleres als Bänke dabei herauskommen. Es wären bestimmt so einige Spenden zusammengekommen in dieser Zeit, wenn ein konkretes Projekt benannt worden wäre. Für die Jugendlichen bleibt zu hoffen, dass der nächste Schritt nicht erst in vier Jahren kommt und dass es keine Bänke sein werden.