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Einsatz im Kreis DürenKölner Feuerwehr hilft bei Waldbrand in Hürtgenwald

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Mehrere Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr sind im Kreis Düren bei der Bekämpfung des Waldbrandes gefordert. (Symbolbild)

Mehrere Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr sind im Kreis Düren bei der Bekämpfung des Waldbrandes gefordert. (Symbolbild)

Die Feuerwehr Köln unterstützt mit 70 Einsatzkräften den Kampf gegen den Waldbrand in Hürtgenwald. Auch für Köln gilt höchste Brandgefahr.

Die Feuerwehr Köln unterstützt die Löscharbeiten bei einem großen Waldbrand in Hürtgenwald. Auf Anforderung der Bezirksregierung wurden am Donnerstagabend (13. August) rund 70 Einsatzkräfte mit 18 Fahrzeugen dorthin entsandt. Seit Donnerstagnachmittag kämpfen Einsatzkräfte gegen die Flammen, die sich nach Angaben des Kreises auf rund 300 Hektar ausgebreitet haben.

Die Kölner Feuerwehr ist seit der Nacht im Abschnitt Gey im Einsatz. Dort errichten die Kräfte sogenannte Riegelstellungen, um das Feuer aufzuhalten. Die Flammen bewegen sich in Richtung des Ortes. Die rund 1800 Einwohnerinnen und Einwohner von Gey waren zuvor vorsorglich evakuiert worden.

Feuerwehr Köln mit neuen Erkundungsfahrzeugen im Einsatz

Zum Aufgebot aus Köln gehören unter anderem eine Führungskomponente, ein Löschgruppenfahrzeug für den Katastrophenschutz, Waldbrandkomponenten, ein Löschfahrzeug Logistik und eine Drohne. Außerdem sind geländefähige Erkundungsfahrzeuge, sogenannte Grenadiere, dabei. Sie kommen bei diesem Einsatz erstmals zum Einsatz.

Die Führungskomponente unterstützt die örtliche Einsatzleitung bei der Lagebeurteilung. Unterstützung aus der Luft kommt inzwischen von der Bundeswehr, die Löschhubschrauber einsetzt. Die Ablösung der Kölner Einsatzkräfte organisiert die Bezirksregierung Köln.

Feuerwehr warnt auch in Köln vor extremer Brandgefahr

Der Einsatz im Hürtgenwald zeigt nach Einschätzung der Feuerwehr, wie schnell sich ein Vegetationsbrand ausbreiten kann. Auch in Köln ist die Gefahr derzeit besonders hoch: Sowohl der Waldbrandgefahrenindex als auch der Graslandfeuerindex stehen bei Stufe 4 von 5.

Die Feuerwehr appelliert deshalb eindringlich, kein offenes Feuer zu entzünden oder andere Wärmequellen anzufachen. Auch eine weggeworfene Zigarettenkippe, ein heiß gelaufenes Auto auf einer Wiesenfläche oder ein Grill in einer Grün- oder Waldanlage können einen Großbrand auslösen.

Im Zusammenhang mit dem Großbrand hat die Polizei Köln inzwischen auch das Hinweisportal NRW aktiviert. Bürgerinnen und Bürger können dort ab sofort Hinweise und Informationen, die mit dem Brandereignis in Zusammenhang stehen, unkompliziert und direkt an die Polizei übermitteln.

Die Polizei Köln bittet die Bevölkerung um Unterstützung bei den laufenden Ermittlungen. Von besonderem Interesse sind Hinweise und insbesondere Bild- und Videoaufnahmen aus dem Zeitraum der Brandentstehung. Solche Aufnahmen können wichtige Erkenntnisse liefern und die Ermittlungsarbeit maßgeblich unterstützen.

Die Einsatzkräfte in Hürtgenwald kämpfen derweil weiter gegen die Flammen. Auch die Polizei Köln unterstützt: Seit den frühen Morgenstunden koordiniert ein Einsatzstab die polizeilichen Maßnahmen rund um die Löscharbeiten und die Evakuierungen.

Vier Wasserwerfer mit jeweils 10.000 Litern Fassungsvermögen sowie mehrere Polizeihubschrauber mit Löschwasserbehältern sind im Einsatz. Für Verkehrs- und Absperrmaßnahmen stehen zudem zwei Hundertschaften der Bereitschaftspolizei bereit. (sbo)