Art-Cologne-Chef Daniel Hug führt durch die zukünftigen Hallen der Kölner Kunstmesse. Die Galeristen scheinen angetan.
Art Cologne 2027Alles auf einer Fläche und am Ende eine 35 Meter breite Bar

Das Confex-Center wird 2027 zur neuen Heimat der Art Cologne.
Copyright: Foto: Koelnmesse GmbH, Jakob Studnar
Während die meisten Galeristen noch die Stände für die Gegenwart aufbauen, führt Daniel Hug, Direktor der Art Cologne, einige von ihnen schon mal durch die Zukunft. Im kommenden Jahr zieht die Kölner Kunstmesse aus der ungeliebten Halle 11 ins Confex-Center, das rein äußerlich einer funktionalistischen Antike huldigt, im Inneren aber das Beste bietet, was die Kölner Messegesellschaft derzeit zu bieten hat. Zur modernen Technik kommen Tageslicht hinzu und Blicke auf den Dom, die einem Art-Cologne-Besucher vorzuenthalten offenbar mehrere Straftatbestände erfüllt.
Die Art Cologne hat von ihrem Ableger in Palma gelernt
Auch sonst wird sich 2027 einiges ändern. Die neue Art Cologne verteilt sich nicht mehr auf zwei Etagen, sondern auf zwei hintereinander liegende Hallen. Im vorderen Bereich werden, so Hug, voraussichtlich die Einsteiger-Sektoren „Collaborations“, „Neumarkt“ und mutmaßlich „Art + Object“ liegen, im hinteren Bereich sollen die etablierten Händler ihre Kojen beziehen. „Alles auf einer Fläche“, schwärmt Hug und kündigt als Fluchtpunkt am Ende der hinteren Halle eine 35 Meter breite Bartheke an.
Die Art Cologne hat offenbar von ihrem Ableger auf Mallorca gelernt. Ihre Messearchitektur werde „wie in Palma“ aussehen, so Hug, mit einer modularen Bauweise statt der aktuellen Bastelarbeit. Die Kojen sollen etwas flacher werden, als neues Grundmaß löst 8 × 4 Meter das quadratische 6 × 6 Meter ab. In beiden Hallen gibt es Fenster; ob die üppigen Fluchttreppen zu Terrassen umgewidmet werden können, so eine spontane Forderung der Galeristen, wird wohl demnächst geprüft.
Allgemeine Begeisterung rief das neue Restaurant hervor, das mindestens interessante, vielleicht sogar spektakuläre Stadtblicke bietet; etwas skeptisch wurde hingegen der Wertstoffhof unter der Passage zur zweiten Halle beäugt. Die Standmiete, versichert Hug, solle ebenso stabil bleiben wie die Teilnehmerzahl. Man konnte heraushören, dass er sich vom Umzug wieder mehr prominente Bewerbungen verspricht.
