Wie kam ein riesiger Wal an den Niederrhein? Antworten gibt bis April eine Ausstellung in Detmold, die sich urzeitlichen Meeressäugern widmet.
Mit Skelett vom NiederrheinAusstellung zeigt NRW als Heimat von Urzeit-Walen und Haien

Eine neue Ausstellung nimmt Besucher mit auf eine Zeitreise in eine Epoche, als in NRW noch riesige Meeressäugetiere wie Wale oder Robben umherschwammen – Teile des Landes waren von einem flachen Meer bedeckt.
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Millionen Jahre alte Haifischzähne und ein Walskelett vom Niederrhein: Eine neue Ausstellung im Lippischen Landesmuseum erzählt von urzeitlichen Meeressäugern, die einst durch Nordrhein-Westfalen geschwommen sind. Anhand originaler Fossilien, Darstellungen und Rekonstruktionen sollen Besucher der Schau „Überleben – Walheimat Urmeer“ nachvollziehen können, welche erstaunlich vielfältige Tier- und Pflanzenwelt vor Millionen von Jahren in den warmen Flachmeeren anzutreffen war, die auch Teile Nordrhein-Westfalens bedeckten.
Zahlreiche fossile Funde von Robben, Walen, aber auch Seekühen zeugen in der Ausstellung davon und lassen mit Hilfe von fossilen Pflanzenüberresten das Bild eines versunkenen Ökosystems entstehen. Das Herzstück der Schau ist der Kervenheimer Wal, das vollständig erhaltene 6,5 Meter lange Skelett eines Bartenwales. Das Fossil war Ende der 1980er Jahre in einer Sandgrube in Kevelaer gefunden worden.
Fossilien stammen aus den Erdzeitaltern Oligozän und Miozän
Die gezeigten Fossilien und Rekonstruktionen stammen aus den Erdzeitaltern Oligozän und Miozän – einem Zeitabschnitt zwischen dem Ende der großen Dinosaurier und der Eiszeit. Damals begann die große Zeit der Säugetiere, von denen einige das Wasser als Lebensraum eroberten.
Laut den Machern will die Ausstellung auch veranschaulichen, wie extrem sich eine Landschaft im Laufe der Erdgeschichte verändern kann – und wie erfolgreich einige der Meeressäuger darin waren, sich an die großen Umbrüche anzupassen.
Die Schau „Überleben – Walheimat Urmeer“, die bis zum 4. April in Detmold zu sehen ist, ist der dritte und damit letzte Teil der Paläontologischen Landesausstellung, die vom Heimatministerium initiiert und gefördert wurde. Zuvor hatte das Ruhrmuseum in Essen mit einer Eiszeit-Ausstellung die Reihe eröffnet. Das LWL-Naturkundemuseum in Münster widmete sich bis Anfang September dem Leben der Dinosaurier. (dpa/red)