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Pool statt PodiumBerliner Volksbühne wird zum Auftakt zum Schwimmbad

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Pressetermin der Volksbühne zu Spielzeit 2026/27

Matthias Lilienthal übernimmt die Berliner Volksbühne.

Statt Theaterbühne ein Wasserbecken: Die Berliner Volksbühne wird unter dem neuen Intendanten Matthias Lilienthal zum Pool.

Für den Start seiner Intendanz hat Matthias Lilienthal eine besondere Umgestaltung der Berliner Volksbühne angekündigt: Sie soll zeitweise als Schwimmbad dienen. Anstelle einer Bühne oder eines Podiums wird es laut der Mitteilung seines Teams zu Beginn ein Wasserbecken und einen Imbiss mit Pommes Frites geben. Vor dem Theater am Rosa-Luxemburg-Platz ist die Errichtung eines 25 Meter langen Pools für den Zeitraum zwischen August und Oktober geplant.

Bei der Präsentation seiner Vorhaben erläuterte Lilienthal, dies sei einerseits die Gelegenheit zu demonstrieren, „die Volksbühne versteht unter theatralischen Events auch, wenn zwei Leute sich nass spritzen“. Der Zugang zum sogenannten „Volksbad“ soll einer Mitteilung zufolge kostenfrei und ohne die Notwendigkeit eines Ausweises möglich sein.

Protest gegen marode Infrastruktur

Die Aktion sei andererseits aber auch als Widerspruch gegen den fortschreitenden Zerfall der öffentlichen Einrichtungen zu verstehen, wie man ihn in Berlin bei Bahnen, Schulen, Hochschulen und Schwimmbädern wahrnehme. „Uns freut es sehr, dass wir den Freibadmangel für zwei Monate ein klein bisschen relativieren“, kommentierte Lilienthal.

Pressetermin der Volksbühne zu Spielzeit 2026/27

Bespielt werden soll auch wieder der Prater.

Die Leitung der Volksbühne geht an Lilienthal über, nachdem der vorherige Intendant, René Pollesch, vor zwei Jahren unerwartet verstarb. Für Lilienthal ist es eine Rückkehr, da er bereits in der Vergangenheit an diesem Haus tätig war und zwischenzeitlich die Leitung des Berliner HAU sowie der Münchner Kammerspiele innehatte.

Neue Produktion von Florentina Holzinger für 2028 geplant

Weiterhin Teil des Ensembles sind unter anderem Kathrin Angerer, Martin Wuttke und Sophie Rois. Neu im Team ist die Österreicherin Julia Riedler. Das Fachmagazin „Theater heute“ hatte sie für 2025 zur Schauspielerin des Jahres ernannt; sie war zudem unlängst mit „Fräulein Else“ beim Theatertreffen zu sehen.

Eine Auseinandersetzung mit dem Fall der Mauer ist durch das Performancekollektiv Rimini Protokoll geplant. Des Weiteren stehen Arbeiten von der Japanerin Satoko Ichihara, dem Duo Wallace Ferreira und Davi Pontes aus Brasilien sowie von Lena Brasch, Christopher Rüping und Toshiki Okada auf dem Programm.

Berliner Volksbühne

Die Volksbühne in Berlin. (Archivbild)

Auch der Prater, eine Spielstätte, die über zehn Jahre nicht genutzt wurde, soll wieder bespielt werden. Geplant ist dort beispielsweise die Premiere von „Die Perfektionen“, basierend auf dem Roman von Vincenzo Latronico, inszeniert von Anta Recke.

Die Choreographin Florentina Holzinger wird im Mai 2028 eine neue Arbeit am Haus präsentieren. Sie ist bekannt für radikale Performances wie „Sancta“ und „A Year without Summer“ und gestaltet gegenwärtig den österreichischen Pavillon bei der Biennale für Kunst in Venedig. Gemeinsam mit Choreographin Marlene Montero Freitas wird Holzinger außerdem beratend für Lilienthal tätig sein. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.