Schauspielerin Cate Blanchett kritisiert in Cannes, der Schwung von #MeToo sei in Hollywood schnell wieder abgeebbt.
„Rasch abgewürgt worden“Cate Blanchett kritisiert Stillstand bei #MeToo-Bewegung

Cate Blanchett hat nichts gegen Männer, aber irgendwann seien ihre Witze immer dieselben, sagt sie.
Copyright: John Locher/Invision/AP/dpa
Eine kritische Einschätzung zur #MeToo-Bewegung äußerte die Darstellerin Cate Blanchett (57) während des Filmfestivals in Cannes. Laut einem Videoclip des amerikanischen Branchenmagazins „Variety“, der auf der Plattform X publiziert wurde, sei der ursprüngliche Schwung der Bewegung in Hollywood rasch wieder abgeebbt.
Die Gewinnerin eines Oscars („Blue Jasmine“, „Aviator“) konstatierte, die Bewegung sei „rasch abgewürgt worden“. Blanchett stellte die Frage: „Warum wird das zum Schweigen gebracht? Warum wird das unterdrückt?“ Dieser Umstand verdeutliche die Existenz einer strukturellen Missbrauchsebene.
Blanchett kritisiert Ungleichgewicht am Filmset
Die Darstellerin äußerte sich besonders prägnant zur Verteilung der Geschlechter bei Filmproduktionen. Sie beobachte auch gegenwärtig noch eine signifikante Diskrepanz. An bestimmten Produktionstagen seien ungefähr 75 Männer, aber nur circa 10 Frauen anwesend.
Blanchett erklärte: „Ich liebe Männer, aber irgendwann sind die Witze eben immer dieselben“. Eine ständige mentale Anpassung sei erforderlich, eine Situation, an die sie sich mittlerweile gewöhnt habe. Auf Dauer sei dies jedoch monoton und beeinträchtige zudem die berufliche Tätigkeit. Zugleich wies Blanchett darauf hin, dass #MeToo eine Reichweite besitze, die über die Filmindustrie hinausgehe, und dass auch Frauen ohne mediale Präsenz ihre Erlebnisse öffentlich machten. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.