Darauf können Sie sich freuen: ein Ausblick auf Ausstellungen, Konzerte und andere Kulturereignisse ab September in Köln.
Von Han Kang bis Duran DuranDas sind die Kölner Kultur-Highlights im Herbst

Besucht die lit.Spezial: Literaturnobelpreisträgerin Han Kang (Archivbild)
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Nach der Sommerpause geht es im September endlich wieder los in den Konzertsälen und Ausstellungshäusern der Stadt – und endlich auch auf den Bühnen am Offenbachplatz. Wir freuen uns auf mitreißende Erlebnisse.
Literatur-Weltstars
Bevor es im Oktober so richtig mit der lit.Spezial losgeht, besuchen einen Monat zuvor schon zwei prominente Schriftsteller den kleinen Ableger des großen Frühlingsfestivals: Literatur-Nobelpreisträgerin Han Kang präsentiert am 9. September ihr neues Buch „Der goldene Faden“ in der Nippeser Kulturkirche. Der Band versammelt zentrale Texte ihres Werks – darunter ihre Nobelpreisrede und Gedichte. Am selben Abend ist Dave Eggers zu Gast. Er wird seinen neuen Roman „Contrapposto“ vorstellen. Im Zentrum steht eine Freundschaft, die den Hype des globalen Kunstmarkts, Kriege und tragische Verluste überdauert. Vom 3. bis 11. Oktober folgt die Kernspielzeit mit weiteren bekannten Autoren.

Besucht die lit.Spezial: Bestseller-Autor Dave Eggers (Archivbild)
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Architekturgeschichte entdecken
Passend zum 100. Geburtstagsjahr des großen Kölner Architekten Oswald Mathias Ungers haben Architekturbegeisterte am 13. September die Gelegenheit, das Wohn- und Bürogebäude in der Belvederestraße in stündlichen Führungen zu besichtigen (Achtung, Anmeldung erforderlich). Auch die kubische Hausbibliothek, der Ursprung aller Unger’schen Kuben, darf dabei bestaunt werden. Das Kölner Architektenhaus ist aber nur eines von zahlreichen Baudenkmälern in ganz NRW, die an diesem Tag wieder ihre sonst für die Öffentlichkeit verschlossenen Türen öffnen. Denn am Tag des offenen Denkmals organisiert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz auch in diesem Jahr zahlreiche kostenlose Veranstaltungen und Führungen.

Das Wohn- und Bürogebäude in der Belvederestraße von Oswald Mathias Ungers.
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Jetzt sehen, was morgen wichtig ist
Seit Juli ist das Einreichungsverfahren für das Film Festival Cologne abgeschlossen. Die 36. Ausgabe findet vom 29. Oktober bis 5. November unter dem Motto „Real Life“ statt und präsentiert auch in diesem Jahr außergewöhnliche Arbeiten audiovisuellen Erzählens – immer mit dem Anspruch: „Schon jetzt sehen, was morgen wichtig ist!“ Die besten Arbeiten werden unter anderem mit dem „Filmpreis Köln“, dotiert mit 25.000 Euro, dem „Filmpreis NRW“, dotiert mit 20.000 Euro, und dem „The Hollywood Reporter Award“, dotiert mit 10.000 Euro, ausgezeichnet. Das Programm steht noch nicht fest. Das Festival verspricht aber vielseitige Beiträge und hochkarätige Gäste – wie Werner Herzog im vergangenen Jahr. Tickets für öffentliche Vorführungen, Fachveranstaltungen und Künstler-Gespräche sind ab dem 7. Oktober erhältlich. Der Festivalpass gewährt Zugang zu fünf öffentlichen Kinovorstellungen während des Festivals. Er kann ab sofort bis zum 6. September zum Early Bird-Preis erworben werden.

Besuchte vergangenes Jahr das Film Festival Cologne: Der Regisseur Werner Herzog (Archivbild)
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Große Popgeschichte
Sie zählen zu den erfolgreichsten und einflussreichsten Popbands der Musikgeschichte und blieben trotz mehr als 100 Millionen verkaufter Alben doch immer ein wenig im Schatten von U2 oder Depeche Mode: Duran Duran machen auf ihrer Tour am 8. Oktober in der Lanxess-Arena Halt, um unter anderem ihre neue Single „Free To Love“ zu präsentieren. Zuvor bringt A$AP Rocky am 8. September seine 42 Shows umfassende „Don't Be Dumb World Tour“ nach Köln. Acht Jahre nach Veröffentlichung seines dritten Albums meldet sich der US-amerikanische Rapper damit auf der großen Bühne zurück. Ein weiterer Höhepunkt ist der Auftritt von Placebo am 2. November.

Kommen im Oktober nach Köln: Roger Taylor und Simon Le Bon von Duran Duran (Archivbild)
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40 Jahre Philharmonie
Zu Beginn der neuen Spielzeit steht am 14. September ausnahmsweise die Kölner Philharmonie selbst im Mittelpunkt. Zu ihrem 40. Geburtstag vereinen sich WDR-Sinfonie- und Gürzenich-Orchester, um unter anderem „Also sprach Zarathustra“ von Strauss zu Gehör zu bringen. Zuvor ist am 6. September Anne-Sophie Mutter mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra zu Gast. Gegeben werden Pendereckis zweites Konzert für Violine und Orchester sowie Dvořáks Neunte. Weitere Höhepunkte: Die Staatskapelle Dresden mit Mahlers Zehnter am 1. November und das Royal Concertgebouw Orchestra unter Klaus Mäkelä mit Dvořáks Siebter am 15. November.

Gastiert Anfang September in der Kölner Philharmonie: Anne-Sophie Mutter (Archivbild)
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Alles neu am Offenbachplatz
Zur Spielzeit 2026/27 kehren die Kölner Bühnen endlich wieder an den Offenbachplatz zurück. Die Wiedereröffnung wird am 19. und 20. September mit einer großen Feier zelebriert, ehe am 24. September der offizielle Festakt stattfindet. Das Schauspiel weiht die neue Theaterstätte am 25. September mit der Uraufführung von „In bester Lage“, einer Komödie über die Eigentumsideologie von Kristof Magnusson und Gunnar Klack, ein. Weitere neue Inszenierungen sind „Moneyland“ von Alexander Kerlin, ein Stück über die Abgründe digitaler Kriegsführung, sowie „Tag und Nacht“ von Roland Schimmelpfennig, das die Stadt-Land-Dichotomie anhand eines zerstrittenen Brüderpaars behandelt. Die Oper startet die neue Spielzeit am 27. September mit dem „Rosenkavalier“ von Strauss, gefolgt von Verdis „Rigoletto“ am 3. Oktober. Die Kinderoper beginnt am 10. Oktober mit der Uraufführung von „Der König verschenkt was“.

Unverändert, nur komplett neu aufgebrettert: der Zuschauerraum der Oper
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Bunter Büchertag
Am 6. September veranstaltet der Verein Literaturszene Köln e.V. zum dritten Mal den Kinder- und Jugendbuchtag im Filmhaus. Insgesamt gibt es 24 Veranstaltungen von 11 bis 18 Uhr – drinnen und draußen. Die großen und kleinen Besucher erwarten Lesungen, Schreibworkshops und Musik von Planschemalöör. Mit dabei ist auch Schauspieler und Schirmherr Dietmar Bär. Der Eintritt ist frei.

Schirmherr des Kölner Kinder- und Jugendbuchtages: Schauspieler Dietmar Bär (Archivbild)
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40 Jahre Kölner Stadtgarten
Am 4. September 1986 wurde der Konzertsaal des Stadtgartens eröffnet. Das 40-jährige Bestehen wird genau vier Jahrzehnte später mit der „Night of Stadtgarten“ gefeiert. Das Jubiläumsfestival startet am 4. September um 19 Uhr. Rund 18 Konzerte sind auf der großen Außenbühne und allen Bühnen des Hauses geplant – mit nationalen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern. Unter anderem werden der norwegische Jazz-Trompeter Nils Petter Molvaer, die Schweizer Sängerin Lucia Cadotsch und der deutsche Musiker und Performancekünstler Manos Tsangaris auftreten. Anschließend findet eine Late-Night-Party statt.

Besucht anlässlich seines 40-jährigen Bestehens den Kölner Stadtgarten: der norwegische Jazz-Trompeter Nils Petter Molvaer (Archivbild)
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Kunst der Schwarzen Diaspora
Nach dem großen Kusama-Hype zeigt das Museum Ludwig als Nächstes, wofür große städtische Häuser mindestens genauso wichtig sind wie für Blockbuster-Schauen: sichtbar machen, was viel zu lange übersehen wurde. Am 3. Oktober eröffnet eine große Überblicksausstellung, die Kunst der internationalen Schwarzen Diaspora in den Dialog mit der europäischen Moderne bringt – von der Harlem Renaissance in den 1920er Jahren bis heute. Dabei geht es auch um die Frage, wie Künstlerinnen und Künstler die Moderne aufgenommen, weiterentwickelt oder sich bewusst von ihr abgegrenzt haben, und darum, den europäischen Blick auf die Kunstgeschichte zu hinterfragen. Zu sehen sind Gemälde, Fotografien und persönliche Archive, etwa von James Gregory Atkinson, dessen Sammlung schwarzer Geschichte in Deutschland zentral für die Schau ist.

„Harlem Girl with Blanket“, ungefähr 1925
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