Auf der Gamescom wurden die besten Cosplayer für ihre aufwendigen, selbstgemachten Kostüme ausgezeichnet.
Kreativität auf der GamescomCosplay-Wettbewerb prämiert aufwendige Kostüme

Nils Beardfoot gewinnt den Hauptpreis beim Gamescom Cosplay Contest 2026.
Copyright: Rouven Otto
Die Gamescom bot mehr als nur Videospiele. Ein Wettbewerb am Samstag (29. August) zog die Aufmerksamkeit auf sich, bei dem Cosplayerinnen und Cosplayer in einem Wettstreit antraten. Sie präsentierten ihre kunstvoll selbst hergestellten Kostüme, inklusive Rüstungen, Gewändern und Make-up, was beim Publikum für große Begeisterung sorgte.
Auf der Social Stage stellten die 30 Teilnehmenden, die im Vorfeld von einer Fachjury selektiert wurden, ihre Kostüme vor. Ihre Darbietungen dauerten jeweils etwa eine Minute und wurden von individuell gewählter Musik untermalt. Manche Performances beinhalteten lippensynchrone Texte, während andere kleine Tanzroutinen darboten.
Jury bewertet nach strengen Kriterien
Der Begriff Cosplay ist eine Wortschöpfung aus den englischen Begriffen „Costume“ und „Play“. Anhänger dieses Hobbys verkörpern Charaktere aus diversen Medien wie Filmen, Videospielen oder Comics. Sie fertigen deren Bekleidung so originalgetreu wie möglich an.
Die Moderation des Events übernahm humorvoll die Dragqueen Aria Adams. Für die Bewertung der Darbietungen war eine Jury zuständig, die hauptsächlich aus Cosplayerinnen, einer Influencerin für Make-up und einer professionellen Modedesignerin bestand. Die Kriterien für die Beurteilung umfassten Aspekte wie den Unterhaltungswert, die Bewegungsfreiheit in der Verkleidung, den Einsatz von Zubehör, die Klarheit der Präsentation und den allgemeinen Eindruck.
Eine wesentliche Bedingung für die Mitwirkung war die Eigenfertigung der Kostüme zu mindestens 80 Prozent.
Nach den Präsentationen zog sich die Jury zur Beratung zurück. In dieser Zeit unterhielt die K-Pop-Gruppe Universe das Publikum mit mehreren Liedern. Dies war der erste Auftritt einer K-Pop-Band bei diesem Wettbewerb. Zusätzlich wurden Geschenke an die Zuschauer verteilt, bevor die Siegerehrung stattfand.

Eine der Teilnehmerinnen war Lunas Cosplay World als „Odogaron Armor“
Copyright: Rouven Otto
In insgesamt acht Kategorien wurden Preise verliehen. Die prestigeträchtigste Ehrung – der erste Platz für „Best Costume“ – wurde Nils Beardfoot für seine Darstellung des Charakters „OC Titan Armor“ aus dem Manga „Attack on Titan“ zuteil. Sein Sieg war mit einem Preisgeld von 3000 Euro dotiert. Den zweiten Rang sicherte sich TrashQueenCosplay als Firelady Azula aus „Avatar“. Der dritte Platz ging an Spark als „Gramesowster Chef“, der zusätzlich als „Fan Favorite Online“ ausgezeichnet wurde.
Das anwesende Publikum wählte Merlin als Witchking of Angmar zum „Fan Favorite Live“. Die Entscheidung in dieser Sparte erfolgte durch die Messung des Beifalls nach jeder einzelnen Darbietung.

Merlin als „Witchking of Angmar“ gewann den Publikumspreis „Fan Favourite Live“
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Allerdings war der Beifall für alle Teilnehmenden so enthusiastisch, dass ein klarer Unterschied in der Lautstärke nur schwer festzustellen war.
Die Teilnehmenden berichteten, dass sie häufig mehrere hundert Arbeitsstunden in die Anfertigung ihrer Verkleidungen investiert hatten. Mit ihren aufwendigen Schöpfungen beeindruckten sie die Zuschauer und machten den Wettbewerb zu einem Ereignis, bei dem Fiktion und Realität miteinander verschmolzen. (red)