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Nach KlageEntscheidung über Konzerte in der Volksbühne in Köln naht

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Die Paveier traten im April in der Volksbühne am Rudolfplatz in Köln auf.

Die Paveier traten im April in der Volksbühne am Rudolfplatz in Köln auf.

Weil die rechtliche Lage unklar ist, sagte die Volksbühne die beliebten Kölsch-Konzerte für 2024 ab. Das Oberverwaltungsgericht will nun zeitnah eine Entscheidung treffen.

Im Rechtsstreit um die Volksbühne am Rudolfplatz naht eine Entscheidung. Ein Nachbar, der sich vorm Lärm der Traditions-Spielstätte gestört fühlt, hatte gegen die Baugenehmigung der Stadt von 2018 geklagt, die dem Haus auf der Aachener Straße neben dem Theaterbetrieb auch ganzjährig Konzerte erlaubt. Das Kölner Verwaltungsgericht erklärte die Baugenehmigung im Mai 2022 für rechtswidrig, die Stadt legte in der Folge Berufung beim Oberverwaltungsgericht (OVG) ein.

Die Volksbühne am Rudolfplatz und die Stadt Köln warten seitdem auf eine Entscheidung aus Münster. Lange dürfte es bis dahin nicht mehr dauern. „Eine Entscheidung über den Antrag auf Zulassung der Berufung soll im 2. Quartal 2023 erfolgen“, teilte eine Sprecherin des Oberverwaltungsgerichts auf Anfrage der Kölnischen Rundschau mit. Bis Ende Juni könnte die Volksbühne also Gewissheit haben, welche Zukunft Konzerte im traditionsreichen Theater haben.

Volksbühne in Köln: Kölsch-Konzerte sind „geschätztes Kulturgut“

Erst vor wenigen Tagen hatte die Volksbühne bekannt gegeben, wegen der ungeklärten rechtlichen Lage 2024 auf die traditionsreichen Kölsch-Konzerte zu verzichten. Ein großer Verlust für die Volksbühne, auch wenn das restliche Programm die Absage wohl abfedern kann. „Mittlerweile sind die Konzerte, die es so an keinem anderen Ort gibt, ein vom Publikum und den Bands sehr geschätztes Kulturgut“, sagte der Geschäftsführer der Volksbühne, Axel Molinski.

Auch wegen der Nachbarschafts-Situation hatte die Volksbühne in den vergangenen Jahren an der Struktur der Kölsch-Konzerte gefeilt. Mittlerweile enden diese strikt um 22 Uhr und sind zudem deutlich leiser als früher. Noch im März und April fanden in der Volksbühne zusammengerechnet 15 Konzerte der Bläck Fööss, Räuber und Paveier statt.