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Kommentar zu Stefan Bachmanns Weggang
Das Depot muss erhalten bleiben

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1 min
Der beleuchtete Carlsgarten am Depot ist zu sehen

Carlsgarten am Depot ist ein wahres Idyll. 

Schauspiel-Intendant Stefan Bachmann hat das Depot in Köln-Mülheim zu einem wichtigen Kulturstandort gemacht. Wenn er 2024 nach Wien und gleichzeitig die Bühnen zurück an den Offenbachplatz gehen, darf dieses Kleinod nicht verschwinden.

Es gibt ja diese Jobs, da kann man nicht nein sagen. Vor allem nicht, wenn man wie Stefan Bachmann auch noch aufgefordert wird, sich zu bewerben. Und ein Intendantenwechsel ist die normalste Sache der Welt, auch wenn man sagen muss, dass man sich an dem, was er auf die Bühnen des Depots bringt und bringen lässt, immer noch nicht leid gesehen hat. Es passiert in jeder Spielzeit das eine oder andere, was verblüfft, die Möglichkeiten der Notlösung sind noch lange nicht ausgereizt.

Doch es ist auch kein Geheimnis, dass Bachmann nicht mit Haut und Haaren Imi geworden ist und seine Fühler in Richtung anderer Häuser ausgestreckt hat. Doch das ist keine Schande. Im Gegenteil. Diese gewisse Distanz zu den hiesigen Gepflogenheiten beflügelten seine Arbeit. Was haben wir alle mit dem Kopf geschüttelt, als er mit dem Schauspiel auf die „schäl Sick“ gezogen ist. Jetzt will niemand mehr diesen wunderbaren Spielort aufgeben. Hoffentlich finden Politik und Verwaltung einen Weg, dass Bachmanns Erbe in Mülheim erhalten bleibt.